Getreide-Halmeule (Mesapamea cf. secalis)
Name
Getreide-Halmeule (Mesapamea secalis)
Familie
Noctuidae (Eulenfalter)
Körpergröße
Flügelspannweite 28–35 mm
Merkmale
Die Getreide-Halmeule gehört zur artenreichen Familie der Eulenfalter und zeigt eine ausgeprägte Variabilität in ihrer Färbung. Die Grundfärbung der Vorderflügel reicht von hellgrau-bräunlich über ockerfarben bis hin zu dunkelbraun, oft mit undeutlichen Querlinien und einem charakteristischen Nierenfleck sowie Ringmakel. Die Hinterflügel sind heller, meist einfarbig grau-weißlich. Die Flügelspannweite beträgt 28 bis 35 mm. Aufgrund der starken individuellen Variabilität ist eine Bestimmung allein nach äußeren Merkmalen oft nicht zuverlässig möglich.
Lebensraum
Die Getreide-Halmeule besiedelt eine Vielzahl von Lebensräumen: Waldränder, Lichtungen, Gärten sowie Getreidefelder und Grünlandbereiche mit reichem Grasbestand. Die Art ist in weiten Teilen Europas verbreitet. Die Flugzeit der Falter erstreckt sich von Juni bis September, mit einem Schwerpunkt in den Sommermonaten Juli und August. Die nachtaktiven Falter werden regelmäßig an Lichtquellen beobachtet. Die Raupen leben und fressen in den Halmen verschiedener Süßgräser, darunter Knäuelgras (Dactylis glomerata) und Rohr-Schwingel (Festuca arundinacea), aber auch weitere Gräser zählen zu ihren Nahrungspflanzen.
Besonderheiten
Eine besondere Herausforderung bei dieser Art stellt die Verwechslungsgefahr mit der sehr ähnlichen Kleine Getreide-Halmeule dar. Beide Arten sind äußerlich kaum zu unterscheiden, da sich Färbung und Zeichnungsmuster stark überschneiden. Eine sichere Artbestimmung ist daher in der Regel nur durch eine Genitaluntersuchung möglich. Die Raupen der Getreide-Halmeule können in Getreidefeldern gelegentlich als Schädlinge auftreten, da sie in Halme eindringen und diese von innen befallen. In der Literatur wird die Art häufig unter dem Komplex Mesapamea secalis geführt, was die taxonomische Einordnung von Einzelfunden erschwert.