Bleich-Gelbeule (Cirrhia icteritia)
Name
Bleich-Gelbeule (Cirrhia icteritia)
Familie
Eulenfalter (Noctuidae)
Körpergröße
Spannweite 27–35 mm
Merkmale
Die Bleich-Gelbeule gehört zu den mittelgroßen Eulenfaltern und trägt ihren Namen zu Recht: Die Vorderflügel sind überwiegend ockergelb bis blassgelb gefärbt, oft mit einem leichten Orangestich und feiner, dunklerer Zeichnung. Charakteristisch sind die typischen Eulenfalter-Makel – Ring-, Nieren- und Zapfenmakel – die sich meist in einem etwas dunkleren Ton vom Grundton abheben. Die Hinterflügel sind heller, gelblich-weißlich mit schwacher Äderung. Die Fühler sind fadenförmig. Insgesamt wirkt die Art eher unscheinbar und kann mit ähnlichen gelblichen Eulenfaltern verwechselt werden.
Lebensraum
Die Bleich-Gelbeule besiedelt strukturreiche Lebensräume wie Waldränder, Hecken-Biotope, Ufergehölze entlang von Gewässern sowie Gärten und Parks. Entscheidend ist das Vorhandensein von Weiden und Pappeln, da die Raupen zunächst auf deren Kätzchen angewiesen sind. Die Art ist in weiten Teilen Europas verbreitet. Die Flugzeit der nachtaktiven Falter erstreckt sich von August bis Oktober, mit einem Schwerpunkt im September.
Besonderheiten
Die Raupen der Bleich-Gelbeule schlüpfen im Frühjahr und fressen zunächst an den Kätzchen von Weiden und Pappeln. In späteren Stadien wechseln sie auf niedere Pflanzen wie Gräser oder Kräuter. Die nachtaktiven Imagines werden zuverlässig von künstlichen Lichtquellen angelockt, weshalb sie häufig an Lichtfallen oder beleuchteten Fenstern nachgewiesen werden. Überwintert wird im Eistadium. Die Art gilt in Mitteleuropa als weit verbreitet und nicht gefährdet. Bei der Bestimmung ist Vorsicht geboten, da mehrere ähnlich gefärbte Gelbeule-Arten existieren, die sich nur durch genaue Merkmalsbetrachtung sicher unterscheiden lassen.