Moorwiesen-Halmeulchen (Oligia fasciuncula)

Moorwiesen-Halmeulchen Oligia fasciuncula

Name

Moorwiesen-Halmeulchen (Oligia fasciuncula)

Familie

Noctuidae (Eulenfalter)

Körpergröße

Spannweite 22–26 mm

Merkmale

Das Moorwiesen-Halmeulchen ist ein mittelgroßer Nachtfalter mit einer Flügelspannweite von 22 bis 26 mm. Die Vorderflügel zeigen eine typisch gedämpfte Färbung in Braun- und Grautönen mit feinen, dunklen Querlinien und einem charakteristischen hellen Nierenmakel, wie er für viele Vertreter der Eulenfalter typisch ist. Die Hinterflügel sind heller und einfarbiger. Der Körperbau ist gedrungen, die Fühler fadenförmig. Insgesamt wirkt die Zeichnung eher unscheinbar, was eine gute Tarnung auf Rinde und Grashalmen ermöglicht.

Lebensraum

Das Moorwiesen-Halmeulchen besiedelt feuchte bis nasse Lebensräume und ist in Bruchwäldern, auf Feuchtwiesen, in Moorbiotopen sowie gelegentlich in Gärten anzutreffen. Entscheidend für das Vorkommen ist das Vorhandensein geeigneter Süßgräser als Raupennahrung, darunter Deschampsia flexuosa und Glyceria maxima. Die Flugzeit der Imagines erstreckt sich von Mai bis Juli, mit einem Schwerpunkt in den Sommermonaten.

Besonderheiten

Die Falter sind dämmerungs- und nachtaktiv und werden regelmäßig von künstlichen Lichtquellen angelockt, weshalb sie häufig an Lichtfallen oder beleuchteten Fenstern nachgewiesen werden. Die Raupen leben verborgen in Grasstängeln und ernähren sich endophytisch von Süßgräsern. Verwechslungen mit ähnlichen Halmeulchen-Arten der Gattung Oligia sind möglich, da sich die Arten in Färbung und Zeichnung oft stark ähneln – eine sichere Bestimmung erfordert mitunter eine genaue Untersuchung. Die Art gilt in weiten Teilen Mitteleuropas als nicht gefährdet, kann jedoch durch den Verlust von Feuchtlebensräumen und Moorbiotopen regional unter Druck geraten.