Meldeneule (Trachea atriplicis)
Name
Meldeneule (Trachea atriplicis)
Familie
Eulenfalter (Noctuidae)
Körpergröße
Spannweite 43–51 mm
Merkmale
Die Meldeneule gehört zu den auffälligeren Eulenfaltern und ist dank ihrer charakteristischen Flügelzeichnung vergleichsweise leicht zu bestimmen. Die Vorderflügel zeigen ein markantes Muster aus grünlichen, graubraunen und weißlichen Tönen mit deutlich abgesetzten Makelfeldern und einer kontrastreichen Wellenlinie. Besonders auffällig ist ein großer, hell umrandeter Nierenfleck. Die Hinterflügel sind dagegen einfarbig graubraun. Die Raupen sind grünlich bis bräunlich gefärbt und tragen helle Seitenstreifen sowie dunkle Rückenzeichnungen.
Lebensraum
Die Meldeneule besiedelt ein breites Spektrum an Lebensräumen. Sie ist an Waldwegen, auf Ruderalflächen, in Wiesen-Biotopen und in Gärten anzutreffen – überall dort, wo ihre Raupenfutterpflanzen wachsen. Die Art bevorzugt strukturreiche, krautreiche Standorte mit einem guten Angebot an Ampfer, Melde, Gänsefuß oder Knöterich. Die Flugzeit erstreckt sich von Ende Mai bis August, mit einem Schwerpunkt in den Sommermonaten Juni und Juli.
Besonderheiten
Die Meldeneule ist nachtaktiv und fliegt regelmäßig künstliche Lichtquellen an, was sie für Nachtfalterbeobachter gut zugänglich macht. Die Raupen ernähren sich polyphag, also von verschiedenen niedrigen Pflanzenarten, was der Art eine hohe Anpassungsfähigkeit verleiht und ihre weite Verbreitung in Mitteleuropa begünstigt. Die Überwinterung erfolgt als Puppe im Boden. In Deutschland gilt die Art als nicht gefährdet. Verwechslungen mit ähnlichen Eulenfaltern sind aufgrund der markanten Zeichnung selten, dennoch sollte bei der Bestimmung auf die charakteristischen Makelfelder der Vorderflügel geachtet werden.