Spitzbauchwanze (Troilus luridus)

Spitzbauchwanze Troilus luridus

Name

Spitzbauchwanze (Troilus luridus)

Familie

Pentatomidae (Baumwanzen)

Körpergröße

Körperlänge 10–13 mm

Merkmale

Die Spitzbauchwanze ist eine mittelgroße Baumwanze mit einem charakteristisch zugespitzten Hinterleib, der ihr den deutschen Namen verleiht. Die Grundfärbung der Oberseite ist bräunlich bis grünlich-grau mit dunkler Musterung. Besonders auffällig und für die Bestimmung sehr hilfreich ist die Färbung der Fühler: Die einzelnen Fühlerglieder zeigen einen deutlichen Farbwechsel, meist mit hellen und dunklen Abschnitten. Das Schildchen ist groß und typisch für Baumwanzen. Insgesamt wirkt die Art durch ihre gedeckten Farbtöne gut getarnt auf Rinde und Laub.

Lebensraum

Die Spitzbauchwanze besiedelt bevorzugt Waldränder, Lichtungen sowie Hecken-Biotope, wo sie auf Gehölzen und Sträuchern auf Beutejagd geht. Sie ist häufig an Laubbäumen wie Eiche, Erle oder Weide anzutreffen. Die Art ist in weiten Teilen Europas verbreitet. Imagines sind von Frühjahr bis Herbst aktiv, wobei die Hauptaktivitätszeit in den Sommermonaten von Juni bis September liegt. Die Überwinterung erfolgt als Imago in der Streuschicht oder unter Rinde.

Besonderheiten

Die Spitzbauchwanze ist eine der wenigen heimischen Wanzenarten, die sich als Imago überwiegend räuberisch ernährt. Mit ihrem kräftigen Rüssel sticht sie Insekten, Raupen und Larven an und saugt diese aus. Der dabei injizierte Speichel enthält lähmende Substanzen, die die Beute bewegungsunfähig machen. Interessant ist der Ernährungswechsel während der Entwicklung: Junge Larven ernähren sich zunächst von Pflanzensäften, bevor sie im Laufe ihrer Entwicklung zur räuberischen Lebensweise übergehen. Dieses Verhalten bezeichnet man als ontogenetischen Nahrungswechsel. Die Art gilt als nützlich, da sie schädliche Raupen und Larven dezimiert.