Rhombenwanze (Syromastus rhombeus)

Rhombenwanze Syromastus rhombeus

Name

Rhombenwanze (Syromastus rhombeus)

Familie

Coreidae (Lederwanzen)

Körpergröße

Körperlänge 9–11 mm

Merkmale

Die Rhombenwanze ist eine mittelgroße Wanze mit einem charakteristisch verbreiterten, rautenförmigen Hinterleib, der ihr auch den Namen Rautenwanze eingebracht hat. Die Grundfärbung ist graubraun bis ockerfarben mit einer feinen dunklen Sprenkelung, die eine gute Tarnung an trockenen Pflanzenstängeln ermöglicht. Der Hinterleib ist seitlich stark abgeflacht und erweitert, was die Art von den meisten anderen heimischen Wanzen deutlich unterscheidet. Die Fühler sind viergliedrig und ebenfalls bräunlich gefärbt.

Lebensraum

Syromastus rhombeus bevorzugt warme, trockene Lebensräume wie Magerrasen, Trockenrasen, Sandtrockenrasen, Wegränder und besonnte Böschungen. Die Art ist eng an ihre Nahrungspflanzen gebunden und sitzt meist direkt an Nelkengewächsen, besonders an Leimkräutern. Erscheinungszeit der adulten Tiere: Die Paarung findet von April bis Juni statt, bis zum Spätsommer sind die Tiere ausgewachsen. Als Imago überwintert die Art und ist damit ganzjährig – wenn auch im Winter verborgen – nachweisbar.

Besonderheiten

Wie viele Wanzen aus der Familie der Lederwanzen besitzt auch die Rhombenwanze Stinkdrüsen, deren Sekret zur Abwehr von Fressfeinden eingesetzt wird. Bemerkenswert ist die Überwinterung als fertiges Insekt (Imago), was bei Wanzen nicht selbstverständlich ist. Die Art gilt in Mitteleuropa als wärmeliebend und ist daher vor allem in klimatisch begünstigten Lagen anzutreffen. Durch den Rückgang von Magerrasen und Trockenstandorten steht die Rhombenwanze regional unter Druck. Verwechslungen sind mit ähnlich gebauten Lederwanzen möglich, der charakteristisch rautenförmige Hinterleib ist jedoch ein zuverlässiges Bestimmungsmerkmal.