Tannendüsterkäfer (Serropalpus barbatus)
Name
Tannendüsterkäfer (Serropalpus barbatus)
Familie
Melandryidae (Düsterkäfer)
Körpergröße
Körperlänge 8–18 mm
Merkmale
Der Tannendüsterkäfer ist ein schlanker, langgestreckter Käfer mit einem für die Familie Melandryidae typischen, leicht abgeflachten Körperbau. Die Färbung ist überwiegend braun bis rotbraun, wobei die Deckflügel fein behaart und längsgerippt erscheinen. Auffällig sind die fadenförmigen, beim Männchen deutlich stärker gekämmten Fühler, die dem Tier ein charakteristisches Aussehen verleihen. Die Beine sind schlank und verhältnismäßig lang.
Lebensraum
Der Tannendüsterkäfer besiedelt Nadel- und Mischwälder, wo er auf das Vorhandensein von starkem Totholz angewiesen ist. Die Larven entwickeln sich bevorzugt unter der Rinde oder im Holz absterbender und toter Nadelbäume, insbesondere von Fichten und Tannen. Totholzreiche, naturnahe Wälder sind daher ein entscheidender Lebensraumfaktor. Die Imagines sind von Juli bis September anzutreffen.
Besonderheiten
Der Tannendüsterkäfer ist dämmerungs- und nachtaktiv und wird häufig von künstlichen Lichtquellen angelockt, was ihn gelegentlich an Hauswänden oder Laternen auffindbar macht. Die erwachsenen Käfer leben nur sehr kurz – maximal etwa drei Wochen – und sterben nach der Paarung rasch ab. Die Art gilt als relativ selten und wird entsprechend wenig nachgewiesen. Als Totholzbewohner ist Serropalpus barbatus ein wichtiger Indikator für naturnahe, strukturreiche Wälder mit ausreichend Altholz und Totholzanteilen. In Deutschland wird die Art auf Roten Listen geführt und profitiert von forstlichen Konzepten, die gezielt Totholz im Wald belassen.