Argus-Bläuling (Plebejus argus)
Name
Argus-Bläuling (Plebejus argus)
Familie
Bläulinge (Lycaenidae)
Körpergröße
Spannweite 22–30 mm
Merkmale
Der Argus-Bläuling ist ein kleiner Tagfalter mit einem Flügelspannweite von etwa 22 bis 30 mm. Die Oberseite der Männchen leuchtet intensiv blauviolett mit einem schwarzen Außenrand und weißem Fransensaum. Weibchen sind überwiegend braun gefärbt, mit orangefarbenen Submarginalflecken entlang des Außenrandes beider Flügel. Die Unterseite beider Geschlechter ist graubraun und zeigt eine charakteristische Musterung aus schwarzen, weiß umrandeten Punkten sowie einer Reihe orangeroter Flecken am Rand. Besonders auffällig sind die metallisch silbrig glänzenden Flecken auf der Hinterflügelunterseite, die dem Falter auch den Namen Kleiner Silberfleckbläuling eingebracht haben. Die Beine der Männchen sind auffallend schwarz-weiß geringelt.
Lebensraum
Der Argus-Bläuling besiedelt vor allem nährstoffarme, offene Lebensräume. Typische Biotope sind Heideflächen, Magerrasen, moorige Wiesen und Hochmoore. Die Art ist eng an das Vorkommen ihrer Raupennahrungspflanzen gebunden: Die Raupen entwickeln sich bevorzugt an Besenheide (Calluna vulgaris) und Glocken-Heide (Erica tetralix), fressen aber auch an verschiedenen Hülsenfrüchtlern wie dem Gewöhnlichen Hornklee. Ein Funddokument stammt aus dem Rehburger Moor vom August 2006. Die Flugzeit erstreckt sich von Mai bis August, wobei je nach Region eine oder zwei Generationen pro Jahr auftreten können.
Besonderheiten
Der Argus-Bläuling ist auch unter den Namen Geissklee-Bläuling und Kleiner Silberfleckbläuling bekannt. Eine häufige Verwechslungsart ist der Idas-Bläuling, der dem Argus-Bläuling sehr ähnlich sieht und ähnliche Lebensräume bewohnt. Zur sicheren Unterscheidung beider Arten ist oft eine genaue Betrachtung der Flügelunterseite oder sogar eine Genitaluntersuchung notwendig. Die Raupen des Argus-Bläulings leben in einer bemerkenswerten Symbiose mit Ameisen: Sie werden von Ameisenarten bewacht und beschützt, während sie im Gegenzug zuckerhaltige Sekrete aus einer Drüse am Hinterleib absondern. In Deutschland gilt die Art in einigen Bundesländern als gefährdet, da ihre Lebensräume durch Nutzungsaufgabe, Verbuschung und Entwässerung von Mooren zunehmend verloren gehen.