Stumpfer Schnellräuber (Tachyporus obtusus)
Name
Stumpfer Schnellräuber (Tachyporus obtusus)
Familie
Kurzflügler (Staphylinidae)
Körpergröße
Körperlänge ca. 4 mm
Merkmale
Der Stumpfe Schnellräuber ist ein kleiner Kurzflügler mit dem für die Familie typischen gedrungenen, nach hinten leicht verjüngten Körperbau. Der Halsschild ist glatt und glänzend, die Flügeldecken sind kurz und lassen das Hinterleibsende frei. Die Grundfärbung ist gelblich-braun bis rötlich-braun, wobei Kopf und Hinterleibsspitze oft dunkler gefärbt sind. Die Oberfläche wirkt fein punktiert. Der Name Stumpfer Schnellräuber bezieht sich auf die abgerundete, stumpfe Körperform, die ihn von einigen verwandten Arten unterscheidet.
Lebensraum
Die Art bewohnt vielfältige Lebensräume: Wälder, Lichtungen, Gärten und Hecken-Biotope zählen zu ihren bevorzugten Aufenthaltsorten. Die Tiere halten sich überwiegend in Bodennähe auf, verstecken sich unter Laub, Moos und Totholz sowie in der Streuschicht. Tachyporus obtusus ist in Mitteleuropa weit verbreitet und ganzjährig anzutreffen, wobei die Aktivität im Frühjahr und Herbst besonders hoch ist. Das vorliegende Exemplar wurde im Mai 2015 beim Hohen Holz bei Wunstorf nachgewiesen.
Besonderheiten
Der Stumpfe Schnellräuber ernährt sich räuberisch von kleinen Insekten und anderen wirbellosen Kleintieren in der Bodenstreu, was ihn zu einem nützlichen Regulierer von Kleinstlebewesen macht. Bei Gefahr bewegt er sich sehr flink und geschickt durch die Vegetation, was dem deutschen Gattungsnamen Schnellräuber gerecht wird. Die Bestimmung kann schwierig sein, da Tachyporus obtusus mit anderen Arten der artenreichen Gattung leicht verwechselt werden kann. Eine sichere Artbestimmung erfordert oft die genaue Untersuchung der Genitalstrukturen unter dem Mikroskop.