Moos-Schnellräuber (Tachyporus hypnorum)
Name
Moos-Schnellräuber (Tachyporus hypnorum)
Familie
Kurzflügler (Staphylinidae)
Körpergröße
3–4 mm Körperlänge
Merkmale
Der Moos-Schnellräuber ist ein kleiner, gedrungen wirkender Kurzflügler mit charakteristisch zugespitztem Hinterleib. Der Kopf ist schwarz, der Halsschild überwiegend dunkel mit gelblich bis orangebraunen Seiten. Die verkürzten Deckflügel sind braunorange gefärbt und besitzen dunklere Bereiche, während der Hinterleib überwiegend schwarz ist. Die Beine und Fühler sind hell gelblich. Trotz der kurzen Deckflügel sind die Tiere voll flugfähig, da die Hinterflügel darunter zusammengefaltet liegen.
Lebensraum
Der Moos-Schnellräuber ist eine ausgesprochen anpassungsfähige Art und ganzjährig anzutreffen. Er besiedelt Wälder, Wiesen, Hecken-Biotope und Gärten gleichermaßen. Bevorzugt hält er sich in der feuchten Bodenstreu, unter verwesendem Pflanzenmaterial sowie in Komposthaufen auf, wo er reichlich Beute findet. Adulte Tiere überwintern geschützt unter Baumrinde oder in dichten Moospolstern und sind damit auch in den Wintermonaten nachweisbar. Die Hauptaktivitätszeit liegt im Frühjahr und Sommer.
Besonderheiten
Der Moos-Schnellräuber ist ein aktiver Räuber, der sich vor allem von Springschwänzen und anderen Kleininsekten ernährt. Er bewegt sich ausgesprochen flink durch die Bodenstreu, was ihm seinen deutschen Namen eingebracht hat. Innerhalb der artenreichen Gattung Tachyporus gibt es mehrere ähnlich gefärbte und gleich große Arten, die selbst für Fachleute schwer zu unterscheiden sind – eine sichere Bestimmung erfordert oft die Untersuchung unter dem Mikroskop. Die Art gilt als häufig und weit verbreitet und ist in Mitteleuropa nicht gefährdet. Durch ihre Vorliebe für Komposthaufen und Gartenbeete ist sie ein nützlicher Bewohner menschlich geprägter Lebensräume.