Gemeine Erzschwebfliege (Cheilosia variabilis)

Gemeine Erzschwebfliege Cheilosia variabilis

Name

Gemeine Erzschwebfliege (Cheilosia variabilis)

Familie

Schwebfliegen (Syrphidae)

Körpergröße

9–12 mm (Körperlänge)

Merkmale

Die Gemeine Erzschwebfliege ist eine mittelgroße Schwebfliege mit einer Körperlänge von 9 bis 12 mm. Charakteristisch sind die gleichmäßig braun getönten Flügel, die der Art ein unverwechselbares, leicht gedunkeltes Erscheinungsbild verleihen. Die Beine sind vollständig schwarz gefärbt. Ein besonders auffälliges Merkmal sind die behaarten Facettenaugen, die innerhalb der Gattung Cheilosia ein wichtiges Bestimmungsmerkmal darstellen. Der Körper wirkt insgesamt dunkel und wenig gemustert, was sie von vielen anderen Schwebfliegen unterscheidet. Weibchen und Männchen ähneln sich, lassen sich aber anhand des Augenabstands unterscheiden – Männchen haben sich berührende Augen (holoptin), Weibchen einen deutlichen Scheitelstreifen.

Lebensraum

Die Art besiedelt bevorzugt feuchte Laub- und Mischwälder, wo ihre Larvalwirtspflanzen wachsen. Sie ist in weiten Teilen Mitteleuropas verbreitet und gilt als häufige Art in geeigneten Waldlebensräumen. Die Imagines fliegen von April bis September und sind damit über einen langen Zeitraum aktiv. Besonders an Waldrändern und in lichten Bereichen feuchter Wälder lassen sich die Tiere beobachten, wenn sie Blüten anfliegen.

Besonderheiten

Die Larven der Gemeinen Erzschwebfliege sind auf Braunwurz-Gewächse spezialisiert und entwickeln sich in den Wurzeln und Stängeln von Scrophularia auriculata und Scrophularia nodosa – ein Beispiel für ausgeprägte Wirtspflanzenbindung. Die erwachsenen Tiere ernähren sich von Pollen und Nektar, wobei sie weiße Doldenblütler bevorzugen. Damit übernehmen sie eine Rolle als Bestäuber. Die Gattung Cheilosia ist artenreich und gilt als bestimmungskritisch – viele Arten ähneln sich stark und lassen sich oft nur durch mikroskopische Untersuchung sicher trennen. Die Gemeine Erzschwebfliege zählt zu den häufigeren Vertretern ihrer Gattung und gilt derzeit nicht als gefährdet.