Schwebfliegen-Larven (Syrphidae)
Name
Schwebfliegen-Larven (Syrphidae)
Familie
Schwebfliegen (Syrphidae)
Körpergröße
Je nach Art 5–20 mm Körperlänge (Larve)
Merkmale
Schwebfliegen-Larven sind äußerlich sehr variabel und kaum auf den ersten Blick einer einheitlichen Gruppe zuzuordnen. Die bekannteste Form sind die sogenannten Rattenschwanzlarven, die einen langen, ausfahrbaren Atemrüssel am Hinterleib tragen – dieser kann ein Vielfaches der Körperlänge erreichen und ermöglicht die Luftatmung aus dem Wasser heraus. Andere Larvenformen sind weicher, blasser und wurmartig gebaut, ohne auffällige Anhänge. Räuberische Larven, etwa der Gattung Syrphus, sind oft grünlich oder gelblich gefärbt und bewegen sich aktiv zwischen Blattlauskolonien.
Lebensraum
Schwebfliegen-Larven besiedeln je nach Art sehr unterschiedliche Lebensräume. Rattenschwanzlarven leben in verschiedenen stark feuchten bis flüssigen, organisch reichen Substraten, beispielsweise in Gewässern, wassergefüllten Baumhöhlen oder stark organisch belasteten Pfützen und Jauche. Larven der Gattung Chrysogaster entwickeln sich in feuchten Pflanzenresten oder im Bereich von Pflanzenwurzeln. Räuberische Larven der Gattung Syrphus und verwandter Gattungen halten sich dort auf, wo Blattlauskolonien vorkommen – also an Stauden, Sträuchern und Bäumen in Gärten, Parks und anderen geeigneten Lebensräumen. Die adulten Schwebfliegen sind je nach Art zu unterschiedlichen Jahreszeiten aktiv.
Besonderheiten
Die ökologische Vielfalt der Schwebfliegen-Larven ist bemerkenswert: Innerhalb einer einzigen Familie finden sich saprophage, phytophage und räuberische Ernährungsweisen. Räuberische Larven der Gattung Syrphus gelten als wichtige natürliche Gegenspieler von Blattläusen und sind im Gartenbau und der Landwirtschaft als nützliche Helfer geschätzt. Die Rattenschwanzlarve von Eristalis tenax gilt als Indikator für stark organisch belastetes Wasser. Erwachsene Schwebfliegen sind zudem bedeutende Bestäuber und ahmen in ihrer Färbung häufig Wespen oder Bienen nach, ohne selbst zu stechen – ein klassisches Beispiel für Batessche Mimikry.