Schwebfliegen-Larven (Syrphidae)

Die Larven der Schwebfliegen (Syrphidae)

Name

Schwebfliegen-Larven (Syrphidae)

Familie

Schwebfliegen (Syrphidae)

Körpergröße

Je nach Art 5–20 mm Körperlänge (Larve)

Merkmale

Schwebfliegen-Larven sind äußerlich sehr variabel und kaum auf den ersten Blick einer einheitlichen Gruppe zuzuordnen. Die bekannteste Form sind die sogenannten Rattenschwanzlarven, die einen langen, ausfahrbaren Atemrüssel am Hinterleib tragen – dieser kann ein Vielfaches der Körperlänge erreichen und ermöglicht die Luftatmung aus dem Wasser heraus. Andere Larvenformen sind weicher, blasser und wurmartig gebaut, ohne auffällige Anhänge. Räuberische Larven, etwa der Gattung Syrphus, sind oft grünlich oder gelblich gefärbt und bewegen sich aktiv zwischen Blattlauskolonien.

Lebensraum

Schwebfliegen-Larven besiedeln je nach Art sehr unterschiedliche Lebensräume. Rattenschwanzlarven leben in stehenden Gewässern, Jauchegruben, Schlamm oder stark organisch belastetem Wasser. Larven der Gattung Chrysogaster sind in Pflanzengeweben oder an Pflanzenresten zu finden. Räuberische Larven der Gattung Syrphus und verwandter Gattungen halten sich dort auf, wo Blattlauskolonien vorkommen – also an Stauden, Sträuchern und Bäumen in Gärten, Parks und Wäldern. Die adulten Schwebfliegen fliegen je nach Art von April bis Oktober, manche Arten wie Eristalis tenax sind nahezu ganzjährig anzutreffen.

Besonderheiten

Die ökologische Vielfalt der Schwebfliegen-Larven ist bemerkenswert: Innerhalb einer einzigen Familie finden sich saprophage, phytophage und räuberische Ernährungsweisen. Räuberische Larven der Gattung Syrphus gelten als wichtige natürliche Gegenspieler von Blattläusen und sind im Gartenbau und der Landwirtschaft als nützliche Helfer geschätzt. Die Rattenschwanzlarve von Eristalis tenax gilt als Indikator für stark organisch belastetes Wasser. Erwachsene Schwebfliegen sind zudem bedeutende Bestäuber und ahmen in ihrer Färbung häufig Wespen oder Bienen nach, ohne selbst zu stechen – ein klassisches Beispiel für Batessche Mimikry.