Gelbhaarige Wiesenschwebfliege (Epistrophe melanostoma)
Name
Gelbhaarige Wiesenschwebfliege (Epistrophe melanostoma)
Familie
Schwebfliegen (Syrphidae)
Körpergröße
10–13 mm
Merkmale
Die Gelbhaarige Wiesenschwebfliege ist eine mittelgroße Schwebfliege mit einem auffällig gelb behaarten Schildchen, das als wichtigstes Bestimmungsmerkmal gilt. Der Hinterleib zeigt schwarze Querbinden auf gelbem Grund, die im Vergleich zu ähnlichen Arten relativ schmal ausfallen. Wie bei vielen Schwebfliegen ahmt die Zeichnung des Hinterleibs das Erscheinungsbild von Wespen oder Bienen nach, obwohl die Art völlig harmlos ist. Das abgebildete Exemplar ist ein Weibchen.
Lebensraum
Die Art besiedelt strukturreiche Offenland- und Halboffenlandschaften: Waldränder, Hecken-Biotope, Gärten und Wegränder zählen zu den bevorzugten Lebensräumen. Dort findet sie sowohl Nahrungsquellen als auch geeignete Blattlauskolonien für die Eiablage. Die Flugzeit erstreckt sich von April bis Mai, womit es sich um eine ausgesprochen frühjahrsaktive Art handelt.
Besonderheiten
Die Larven der Gelbhaarigen Wiesenschwebfliege sind räuberisch und ernähren sich von Blattläusen, weshalb die Art einen nützlichen Beitrag zur natürlichen Schädlingskontrolle leistet. Die erwachsenen Tiere besuchen Blüten und nehmen Pollen und Nektar auf, wodurch sie gleichzeitig als Bestäuber wirken. Eine häufige Verwechslungsart ist die Epistrophe nitidicollis, die sich durch ein schwarz behaartes Schildchen und etwas breitere Hinterleibsbinden unterscheidet. Ein genauer Blick auf die Schildchenbehaarung ermöglicht in der Regel eine sichere Trennung beider Arten im Feld.