Mistbiene (Eristalis tenax)
Name
Mistbiene (Eristalis tenax)
Familie
Schwebfliegen (Syrphidae)
Körpergröße
Körperlänge 12–16 mm
Merkmale
Die Mistbiene ist eine der größten heimischen Schwebfliegen und fällt durch ihre auffällige Bienenmimikry auf. Der Körper ist kräftig gebaut und dicht behaart, die Grundfärbung ist schwarz mit gelb-orangen oder rostbraunen Flecken auf dem Hinterleib, die an das Muster einer Honigbiene erinnern. Das Gesicht zeigt einen charakteristischen gelben Mittelstreifen. Die Augen der Männchen stoßen oben zusammen, während sie bei Weibchen getrennt sind. Die Flügel sind leicht gebräunt und weisen eine typische Schwebfliegennervatur auf.
Lebensraum
Die Mistbiene besiedelt ein breites Spektrum an Lebensräumen und ist vor allem in ländlichen Gebieten anzutreffen. Besonders häufig findet man sie in der Nähe von Misthaufen, Jauchegruben, Ställen und anderen organisch belasteten Gewässern, da diese Orte ideale Bruthabitate für die Larven darstellen. Darüber hinaus besucht die Art Blüten auf Wiesen, in Gärten und an Waldrändern zur Nahrungsaufnahme. Die Flugzeit erstreckt sich von März bis Oktober, wobei die Art in milden Jahren auch außerhalb dieser Zeitspanne beobachtet werden kann.
Besonderheiten
Die Larven der Mistbiene leben in flüssigem, sauerstoffarmem Faulschlamm und haben ein bemerkenswertes Atemrohr entwickelt, das teleskopisch ausgefahren werden kann und bis zur Wasseroberfläche reicht. Dieses Merkmal verleiht ihnen den volkstümlichen Namen Rattenschwanzlarven. Die erwachsenen Tiere sind wichtige Blütenbestäuber und besuchen eine Vielzahl von Wildblumen und Kulturpflanzen. Als Schwebfliege ahmt Eristalis tenax täuschend echt das Erscheinungsbild der Honigbiene nach, ist jedoch harmlos und besitzt keinen Stachel. Die Art ist in Europa weit verbreitet und gilt als häufig und ungefährdet. Verwechslungen sind vor allem mit anderen großen Schwebfliegen der Gattung Eristalis möglich, die ein ähnliches Bienenmuster tragen.