Zwitscherschrecke (Tettigonia cantans)

Die Zwitscherschrecke findet man auf Feuchtwiesen oder in Gärten

Name

Zwitscherschrecke (Tettigonia cantans)

Familie

Tettigoniidae (Laubheuschrecken)

Körpergröße

28–36 mm Körperlänge

Merkmale

Die Zwitscherschrecke ist eine große, grün gefärbte Laubheuschrecke mit schlankem Körperbau und langen Fühlern, die deutlich länger als der Körper sind. Ein markantes Merkmal ist der im Vergleich zur nah verwandten Grünen Heuschrecke (Tettigonia viridissima) deutlich kürzere Flügel. Die Flügel reichen etwa bis zu den Hinterknien und bedecken den Hinterleib weitgehend, können dessen Ende aber nur wenig überragen. Die Vorderflügel sind relativ breit und zeigen auf der Oberseite eine bräunliche Zeichnung. Über Kopf, Halsschild und Flügel verläuft auf der Rückenseite ein mehr oder weniger breites gelbliches bis rotbraunes Band.

Lebensraum

Die Zwitscherschrecke besiedelt ein breites Spektrum an Lebensräumen. Bevorzugt werden Feuchtwiesen, Hecken-Biotope, Waldränder und Hochstaudenfluren, aber auch Siedlungsbereiche mit strukturreicher Vegetation werden besiedelt. Die Art ist in weiten Teilen Mitteleuropas verbreitet. Erwachsene Tiere sind von Juli bis Oktober anzutreffen, mit dem Gesangshöhepunkt der Männchen in den Sommermonaten Juli und August.

Besonderheiten

Die Zwitscherschrecke ernährt sich überwiegend räuberisch von Insekten und deren Larven, nimmt aber auch pflanzliche Kost zu sich. Der Gesang der Männchen ist unverwechselbar: ein hohes, gleichmäßiges Zwitschern, das bis zu 50 Meter weit hörbar ist und sich deutlich vom lauten Schnarren der Grünen Heuschrecke unterscheidet. Gesungen wird vor allem in den Abend- und Nachtstunden, aber auch tagsüber. Die Art gilt als häufig und ist derzeit nicht gefährdet, profitiert jedoch von strukturreichen, extensiv genutzten Landschaften.