Wiesen-Schaumzikade (Philaenus spumarius)
Name
Wiesen-Schaumzikade (Philaenus spumarius)
Familie
Aphrophoridae
Körpergröße
Körperlänge 5,3–6,9 mm
Merkmale
Die Wiesen-Schaumzikade gehört zu den variabelsten Insekten Mitteleuropas. Ihre Grundfärbung reicht von hell gelblichbraun über dunkelbraun bis nahezu schwarz, oft mit hellen Flecken, Binden oder Punktmustern auf den Deckflügeln. Insgesamt sind bis zu etwa 20 verschiedene Farbmorphen beschrieben, die häufig gleichzeitig an ein und demselben Standort auftreten. Die gedrungene, keilförmige Körperform und die kräftigen Hinterbeine, die ausgeprägte Sprungleistungen ermöglichen, sind gattungstypisch. Männchen sind im Schnitt etwas kleiner als Weibchen.
Lebensraum
Die Art besiedelt ein breites Spektrum offener bis halboffener Lebensräume: Feucht- und Trockenwiesen, Parklandschaften, Gärten, Hecken-Biotope sowie Waldränder und Wegränder. Sie gilt als ausgesprochener Kulturfolger und ist in ganz Europa weit verbreitet. Adulte Tiere sind von Juni bis September anzutreffen. Die Larven leben geschützt in dem charakteristischen Schaumnest, das man bereits ab April an Pflanzenstängeln beobachten kann.
Besonderheiten
Bekanntester Aspekt der Art ist das sogenannte Kuckucksspeichel-Schaumnest, das die Larven aus Pflanzenflüssigkeit und Luftblasen erzeugen. Es schützt sie vor Austrocknung und Fressfeinden. Die Wiesen-Schaumzikade saugt an einer Vielzahl von Wirtspflanzen und gilt als wichtiger Überträger des Bakteriums Xylella fastidiosa, das in Südeuropa erhebliche Schäden an Olivenbäumen verursacht. In Mitteleuropa ist die Art häufig und ungefährdet. Verwechslungen sind vor allem mit anderen Aphrophoriden möglich, etwa der Erlen-Schaumzikade (Aphrophora alni), die jedoch größer ist und überwiegend an Gehölzen lebt.