Fichtenzapfenwanze (Gastrodes abietum)

Fichtenzapfenwanze Gastrodes abietum

Name

Fichtenzapfenwanze (Gastrodes abietum)

Familie

Rhyparochromidae

Körpergröße

5,9–7,2 mm Körperlänge

Merkmale

Die Fichtenzapfenwanze ist eine mittelgroße, gedrungen wirkende Bodenwanze mit typisch dunkelbrauner bis schwarzbrauner Grundfärbung. Die Flügeldecken zeigen eine charakteristische Zeichnung aus helleren und dunkleren Bereichen, die zur Unterscheidung von verwandten Arten herangezogen werden kann. Die Fühler sind vergleichsweise kurz, was ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal gegenüber der verwandten Gastrodes grossipes darstellt, die deutlich längere erste Fühlerglieder besitzt. Der Körperbau ist wie bei vielen Rhyparochromidae flach und oval.

Lebensraum

Die Fichtenzapfenwanze ist eng an Lebensräume mit Fichtenbestand gebunden und bevorzugt Nadel- und Mischwälder mit einem nennenswerten Anteil an Fichten. Dort hält sie sich bevorzugt in der Nähe von Zapfen auf, da diese als Nahrungsquelle und Eiablageplatz dienen. Die Art ist von April bis Oktober anzutreffen.

Besonderheiten

Die Fichtenzapfenwanze lebt eng mit Fichten und deren Zapfen verbunden. Die Paarung und Eiablage finden im Frühjahr statt; die Weibchen legen ihre Eier an den vorjährigen Zapfen ab. Die Larven saugen dort an den Pflanzensäften und entwickeln sich im Laufe des Sommers zu adulten Tieren, die ab Juli oder August auftreten. Auch adulte Tiere halten sich häufig in alten Zapfen auf und saugen an deren Gewebe und Samen. Die Art überwintert meist als Imago in Zapfen, teilweise auch an geschützten Stellen außerhalb der Zapfen. Eine Verwechslung ist insbesondere mit der Kiefernzapfenwanze (Gastrodes grossipes) möglich.