Schachbrettfalter (Melanargia galathea)
Name
Schachbrettfalter (Melanargia galathea)
Familie
Edelfalter (Nymphalidae)
Körpergröße
Flügelspannweite 37–52 mm
Merkmale
Der Schachbrettfalter trägt ein auffälliges schwarz-weißes Schachbrettmuster auf beiden Flügelseiten, das ihm seinen treffenden deutschen Namen eingebracht hat. Die Unterseite der Hinterflügel zeigt zusätzlich kleine Augenflecken in grau-weißer Tönung. Männchen und Weibchen sind einander ähnlich, wobei Weibchen tendenziell etwas größer ausfallen. Die Art ist sehr variabel: Im europäischen Ausland haben sich regional begrenzte Unterarten herausgebildet, die sich in Zeichnung und Färbung leicht voneinander unterscheiden können.
Lebensraum
Der Schachbrettfalter besiedelt bevorzugt blütenreiche Wiesen, Trockenrasen, Magerwiesen sowie Waldränder und Lichtungen. Er ist eine wärmebedürftige Art und wird daher in nördlichen Regionen zunehmend seltener. Die Flugzeit erstreckt sich von Juni bis August, wobei pro Jahr nur eine Generation ausgebildet wird. Als Raupennahrungspflanzen dienen verschiedene Grasarten, weshalb die Art eng an extensiv bewirtschaftete Grünlandbiotope gebunden ist.
Besonderheiten
Der Schachbrettfalter gilt in intensiv genutzten Agrarlandschaften als gefährdet, da das Verschwinden von Magerwiesen und Trockenrasen seinen Lebensraum stark einschränkt. Die Raupen überwintern und setzen ihre Entwicklung erst im Frühjahr fort. Verwechslungen sind mit dem Kleinen Schachbrettfalter möglich, der jedoch deutlich seltener und auf wärmere Regionen beschränkt ist. Insgesamt ist Melanargia galathea ein guter Indikator für strukturreiche, extensiv gepflegte Kulturlandschaften.