Grünader-Weißling (Pieris napi)

Grünader-Weißling oder Rapsweißling

Name

Grünader-Weißling (Pieris napi)

Familie

Weißlinge (Pieridae)

Körpergröße

Spannweite 38–50 mm

Merkmale

Der Grünader-Weißling ist ein mittelgroßer Tagfalter mit weißen Flügeln, die je nach Jahreszeit und Geschlecht leicht variieren. Das auffälligste Erkennungsmerkmal sind die grünlich beschuppten Adern auf den Hinterflügelunterseiten, die der Art ihren Namen geben. Männchen zeigen auf der Flügeloberseite meist nur einen dunklen Fleck auf dem Vorderflügel, während Weibchen zwei Flecken aufweisen. Die Frühjahrsgeneration ist insgesamt heller und kleiner als die Sommergeneration, bei der die grüne Äderung besonders kräftig ausgeprägt ist.

Lebensraum

Der Grünader-Weißling besiedelt eine Vielzahl von Lebensräumen: Waldränder, Hecken-Biotope, Wiesen, Gärten und lichte Wälder gehören ebenso dazu wie feuchte Bereiche entlang von Bächen, wo seine Raupenfutterpflanzen häufig wachsen. Die Art ist in ganz Mitteleuropa weit verbreitet und zählt zu den häufigsten heimischen Tagfaltern. Die Flugzeit erstreckt sich von April bis Oktober, wobei in dieser Periode zwei bis drei Generationen aufeinanderfolgen.

Besonderheiten

Die Raupen ernähren sich von verschiedenen Kreuzblütlern wie Knoblauchsrauke und Schaumkraut, aber auch von Wildkräutern auf Äckern und in Gärten. Die Überwinterung erfolgt im Puppenstadium. Verwechslungsgefahr besteht vor allem mit dem Kleinen Kohlweißling und dem Großen Kohlweißling, die jedoch keine oder kaum grünliche Äderung auf den Hinterflügelunterseiten zeigen. Der Grünader-Weißling gilt derzeit als nicht gefährdet und profitiert von strukturreichen Landschaften mit einem vielfältigen Angebot an Wildkräutern.