Kleiner Würfeldickkopf oder Malven-Würfelfleck (Pyrgus malvae)
Name
Kleiner Würfeldickkopf oder Malven-Würfelfleck (Pyrgus malvae)
Familie
Dickkopffalter (Hesperiidae)
Körpergröße
Spannweite ca. 18–24 mm
Merkmale
Der Kleine Würfeldickkopf ist ein kleiner, gedrungen wirkender Tagfalter aus der Familie der Dickkopffalter. Die Oberseite der Flügel ist dunkelbraun bis schwarzbraun gefärbt und zeigt ein charakteristisches Muster aus weißen Flecken, die auf den Vorderflügeln besonders auffällig sind. Die Unterseite der Hinterflügel weist ein kontrastreiches Schachbrettmuster aus hellen und dunkleren Feldern auf, das namensgebend für die Art ist. Der Körper ist kräftig gebaut, der Kopf im Verhältnis zur Körpergröße breit – typisch für Dickkopffalter. Die Fühler enden in einem deutlichen Kolben mit hakenförmiger Spitze.
Lebensraum
Pyrgus malvae besiedelt ein breites Spektrum halboffener bis offener Lebensräume. Bevorzugt werden Ruderalflächen, magere Wiesen-Biotope sowie Feuchtwiesen. Auch Waldränder, Wegränder und extensiv genutzte Grünlandflächen werden besiedelt, sofern die Raupennahrungspflanzen vorhanden sind. Die Art ist wärmeliebend und bevorzugt sonnige, blütenreiche Standorte. Die Flugzeit erstreckt sich von Mai bis Juli, wobei in wärmeren Lagen gelegentlich eine zweite, schwächere Generation im Spätsommer auftreten kann.
Besonderheiten
Die Raupen ernähren sich von verschiedenen Rosengewächsen, darunter Fingerkraut-Arten, Brombeere und Himbeere. Die Raupen entwickeln sich im Sommer und frühen Herbst und spinnen sich zur Verpuppung in ein Gespinst am Boden ein. Die Überwinterung erfolgt als Puppe, aus der im folgenden Frühjahr die Falter schlüpfen. Verwechslungen sind mit anderen Würfeldickkopf-Arten möglich, etwa dem Großen Würfeldickkopf oder dem Sonnenröschen-Würfeldickkopf, die jedoch teils andere Flugzeiten und Habitatpräferenzen aufweisen. In vielen Teilen Mitteleuropas gilt Pyrgus malvae als rückläufig, da intensive Landnutzung und der Verlust blütenreicher Magerstandorte den Lebensraum der Art zunehmend einschränken. Schutzmaßnahmen wie extensive Beweidung und die Förderung von Ruderalflächen kommen der Art zugute.