Kleiner Heufalter / Kleines Wiesenvögelchen (Coenonympha pamphilus)

Kleiner Heufalter (Kleines Wiesenvögelchen) Coenonympha pamphilus

Name

Kleiner Heufalter / Kleines Wiesenvögelchen (Coenonympha pamphilus)

Familie

Edelfalter (Nymphalidae)

Körpergröße

Flügelspannweite 23–33 mm

Merkmale

Der Kleine Heufalter ist ein zierlicher Tagfalter mit einer Flügelspannweite von 23 bis 33 mm. Die Oberseite der Flügel ist ockergelb bis hellbraun gefärbt, oft mit einem schmalen dunkelbraunen Außenrand. Die Unterseite des Vorderflügels zeigt einen charakteristischen dunklen Augenfleck mit hellem Kern, während die Hinterflügelunterseite gräulich-braun gefärbt ist und eine helle, unregelmäßige Querbinde sowie mehrere meist nur schwach ausgeprägte Augenflecken aufweist. Die Färbung und Zeichnung können je nach Region und Generation leicht variieren, wobei Weibchen tendenziell etwas blasser wirken als Männchen.

Lebensraum

Coenonympha pamphilus besiedelt ein breites Spektrum offener und halboffener Lebensräume. Typische Biotope sind Trockenrasen, Sandgruben, magere Wiesen, Waldränder sowie sonstige offene Landschaften mit lückiger Vegetation. Die Art gilt als ausgesprochen anpassungsfähig und kommt sowohl im Tiefland als auch in mittleren Gebirgslagen vor. Die Flugzeit erstreckt sich von Mai bis Oktober, wobei die Art zwei bis drei Generationen pro Jahr ausbildet. Besonders häufig ist sie in warmen, sonnigen Lagen anzutreffen.

Besonderheiten

Die Raupen des Kleinen Heufalters ernähren sich von verschiedenen Süßgräsern aus der Familie der Poaceae, was die Art an viele Lebensräume anpasst. Die Überwinterung erfolgt als Raupe. Trotz seiner Häufigkeit ist auch Coenonympha pamphilus von intensiver Landwirtschaft und dem Verlust magerer Wiesen betroffen. Verwechslungen sind möglich mit dem Großen Ochsenauge oder dem Rotbraunen Wiesenvögelchen, jedoch ist der Kleine Heufalter durch seine geringe Größe und das charakteristische Flügelmuster gut unterscheidbar. In manchen Regionen gilt die Art als Indikator für extensiv bewirtschaftete, artenreiche Grünlandflächen.