Grüner Zipfelfalter (Callophrys rubi)
Name
Grüner Zipfelfalter (Callophrys rubi)
Familie
Bläulinge (Lycaenidae)
Körpergröße
Flügelspannweite ca. 25 mm
Merkmale
Der Grüne Zipfelfalter ist auf der Flügelunterseite leuchtend smaragdgrün gefärbt – ein unverwechselbares Merkmal, das ihm seinen Namen eingebracht hat. Die Flügeloberseite ist dagegen unauffällig braun, bei Männchen mit einem kleinen orangefarbenen Fleck auf dem Vorderflügel. Die Hinterflügel tragen einen feinen, kurzen Zipfel, der namensgebend für die Zipfelfalter-Gruppe ist. Die Flügelunterseite zeigt zudem eine feine weiße Linie, die jedoch weniger ausgeprägt ist als bei verwandten Arten.
Lebensraum
Der Grüne Zipfelfalter besiedelt eine Vielzahl von Lebensräumen: Waldlichtungen, blumenreiche Wiesen, Moore sowie Gebüschsäume und Heiden. Er bevorzugt strukturreiche, sonnige Standorte mit einem vielfältigen Angebot an Nektarpflanzen und Raupennahrung. Die Flugzeit erstreckt sich von April bis Juli, wobei der Schwerpunkt meist im Mai liegt. In dieser Zeit sind die Falter an warmen, windgeschützten Stellen gut zu beobachten.
Besonderheiten
Auffällig ist das Verhalten der Männchen, die sich an exponierten Landschaftspunkten wie Baumwipfeln oder Hügelkuppen versammeln, um dort Reviere zu verteidigen und Weibchen zu erwarten – ein als Hilltopping bekanntes Phänomen. Die Weibchen legen ihre Eier an verschiedene Pflanzenarten, darunter Brombeere, Ginster, Hartriegel und Rauschbeere, was der Art eine gewisse ökologische Flexibilität verleiht. Die Überwinterung erfolgt im Puppenstadium. Der Grüne Zipfelfalter gilt in vielen Regionen als rückläufig, da geeignete Lebensräume durch Nutzungsintensivierung und Entwässerung von Mooren verloren gehen. Verwechslungen mit anderen Zipfelfaltern sind auf der Flügeloberseite möglich, die charakteristische grüne Unterseite macht ihn jedoch bei näherer Betrachtung eindeutig bestimmbar.