Gerippter Brachkäfer (Amphimallon solstitiale)
Name
Gerippter Brachkäfer (Amphimallon solstitiale)
Familie
Blatthornkäfer (Scarabaeidae)
Körpergröße
Körperlänge 14–18 mm
Merkmale
Der Gerippte Brachkäfer ist ein mittelgroßer Blatthornkäfer mit einer Körperlänge von 14 bis 18 mm. Die Oberseite ist gelbbraun bis rotbraun gefärbt, die Flügeldecken zeigen deutlich ausgeprägte Längsrippen, die dem Tier seinen deutschen Namen verleihen. Der Körper ist dicht mit hellen, gelblichen Härchen besetzt, was ihm ein leicht struppiges Erscheinungsbild verleiht. Der Fühler endet in einer charakteristischen dreiteiligen Keule, typisch für die Familie der Scarabaeidae. Die Unterseite ist ebenfalls hell behaart.
Lebensraum
Der Gerippte Brachkäfer besiedelt bevorzugt Waldränder, Hecken-Biotope, Streuobstwiesen und Gärten, oft in der Nähe von lockerem, grabfähigem Boden, in den die Weibchen ihre Eier ablegen können. Die Art ist vor allem in Europa weit verbreitet und kommt in Deutschland flächendeckend vor. Die Flugzeit erstreckt sich von Juni bis Juli, wobei die Käfer vor allem in den Abend- und Nachtstunden aktiv sind.
Besonderheiten
Der Gerippte Brachkäfer ist auch unter dem volkstümlichen Namen Junikäfer bekannt. Als dämmerungs- und nachtaktive Art fliegt er häufig künstliche Lichtquellen an, was ihn in Siedlungsnähe gut beobachtbar macht. Die Larven, sogenannte Engerlinge, entwickeln sich zwei bis drei Jahre im Boden und ernähren sich von Pflanzenwurzeln, wodurch sie in Gärten und auf Rasenflächen als Schädlinge wahrgenommen werden können. Die Imagines fressen Blattgewebe und Blüten verschiedener Laubbäume und Sträucher. Verwechslungen sind möglich mit dem Feldmaikäfer (Melolontha melolontha) oder dem Waldmaikäfer (Melolontha hippocastani), die jedoch deutlich größer sind. Amphimallon solstitiale gilt in Deutschland derzeit nicht als gefährdet.