Grauer Schildlausrüssler (Brachytarsus nebulosus)

Grauer Schildlausrüssler Brachytarsus nebulosus

Name

Grauer Schildlausrüssler (Brachytarsus nebulosus)

Familie

Anthribidae (Breitrüssler)

Körpergröße

Körperlänge 2–4 mm

Merkmale

Der Graue Schildlausrüssler ist ein sehr kleiner Käfer aus der Familie der Breitrüssler. Wie der deutsche Name andeutet, zeigt er eine graubraune, wolkig gemusterte Zeichnung, die durch helle und dunkle Schuppenhärchen auf den Flügeldecken entsteht. Der Körper ist kompakt gebaut, die Fühler sind keulenförmig verdickt – ein typisches Merkmal der Anthribidae. Der Rüssel ist im Vergleich zu anderen Rüsselkäfern kurz und breit, was der gesamten Familie ihren deutschen Namen eingebracht hat. Die Beine sind kräftig, die Tarsen auffallend kurz, worauf auch der Gattungsname Brachytarsus (kurztarsig) hinweist.

Lebensraum

Der Graue Schildlausrüssler besiedelt sowohl Laub- als auch Nadelwälder und ist eng an das Vorkommen von Schildläusen gebunden, die ihrerseits an Baumrinden leben. Die Art ist von April bis Juli aktiv und damit ein typischer Frühjahrs- und Frühsommerbewohner des Waldes. Zur Überwinterung versammeln sich die Tiere gesellig unter der Rinde von Nadelbäumen, was für Rüsselkäfer ungewöhnlich ist. Die Art ist in weiten Teilen Mittel- und Nordeuropas verbreitet.

Besonderheiten

Der Graue Schildlausrüssler ist ein auf Schildläuse spezialisierter Räuber. Sowohl die erwachsenen Käfer als auch die Larven ernähren sich von Schildläusen beziehungsweise deren Entwicklungsstadien. Die Larven entwickeln sich dabei häufig in den Eigelegen oder unter den schützenden Hüllen der Schildläuse und vernichten dabei deren Nachwuchs. Dieses Verhalten macht die Art zu einem natürlichen Gegenspieler verschiedener Schildläuse. Das gemeinsame Überwintern mehrerer Tiere unter Rinde ist ebenfalls bemerkenswert und ermöglicht es den Käfern, geschützt die kalte Jahreszeit zu überdauern.