Pfaffenhütchen-Gespinstmotte (Yponomeuta cagnagella)
Name
Pfaffenhütchen-Gespinstmotte (Yponomeuta cagnagella)
Familie
Yponomeutidae (Gespinstmotten)
Körpergröße
Falter Spannweite 18–26 mm; Raupenlänge bis 20 mm
Merkmale
Die gesellig lebende Raupe hat einen gelblich-grauen bis weißlichen Körper mit einer glatten Haut. Markant sind die zwei Reihen auffälliger, schwarzer Punktflecken entlang der Flanken sowie der tiefschwarze Kopf. Sie lebt und frisst geschützt in großen, silbrigen Seidengespinsten. Der Falter zeigt die typische Zeichnung der Gattung Yponomeuta: Die weißen Vorderflügel sind mit zahlreichen schwarzen Punkten gemustert, die Hinterflügel sind grau.
Lebensraum
Die Pfaffenhütchen-Gespinstmotte besiedelt Hecken, Waldränder, Gebüsche und Gärten, überall dort, wo ihr Nahrungsstrauch, das Gewöhnliche Pfaffenhütchen (Euonymus europaeus) oder die Japanische Spindelpflanze (Euonymus japonicus), vorkommt. Die Art ist in weiten Teilen Europas verbreitet. Die Raupen leben von Mai bis Juni gesellig in auffälligen weißen Gespinstgespinsten an den Wirtspflanzen. Die Falter fliegen anschließend im Hochsommer, in der Regel von Juli bis August.
Besonderheiten
Ein markantes Verhalten der Raupen ist das gemeinschaftliche Leben in großen weißen Gespinsten, die ganze Äste oder Sträucher überziehen können und sehr auffällig sind. Die Eier werden nach der Paarung an der Nahrungspflanze abgelegt, wo die Jungraupen bereits im Ei schlüpffertig überwintern und im Frühjahr aktiv werden. Das massenhafte Auftreten kann Wirtspflanzen vollständig entlauben, führt jedoch selten zum dauerhaften Absterben der Sträucher. Die verschiedenen Arten der Gattung Yponomeuta sind teilweise nur schwer anhand äußerer Merkmale zu unterscheiden. Die Wirtspflanze kann bei der Bestimmung ein wichtiger Hinweis sein, reicht allein jedoch nicht immer für eine sichere Artbestimmung aus.