Ampferspanner (Timandra comae)
Name
Ampferspanner (Timandra comae)
Familie
Spanner (Geometridae)
Körpergröße
Falter Spannweite 22–28 mm; Raupenlänge 25–30 mm
Merkmale
Die Raupe des Ampferspanners ist schlank und etwa 30 Millimeter lang. Sie ist meist grünlich, gelblich oder bräunlich gefärbt und besitzt feine Längsstreifen. Ihr Körper ist glatt und kaum behaart. Durch ihre Färbung ähnelt sie einem kleinen Zweig und ist dadurch gut getarnt. Der Ampferspanner ist ein mittelgroßer Spanner mit auffällig gezeichneten Flügeln. Die Grundfarbe der Flügel ist cremeweiß bis hellbeige, durchzogen von einer markanten rötlich-braunen Querlinie, die alle vier Flügel gleichmäßig überquert und der Art ein elegantes, einheitliches Erscheinungsbild verleiht. Der Hinterleib läuft spitz zu, was vor allem beim Weibchen ausgeprägt ist.
Lebensraum
Der Ampferspanner bevorzugt feuchte bis wechselfeuchte Lebensräume wie Feuchtwiesen, Auenlandschaften, Lichtungen, Waldränder und Gräben, wo seine Raupen-Wirtspflanzen – vor allem Ampferarten (Rumex spp.) und Knöterichgewächse (Polygonaceae) – in größerer Menge vorkommen. Die Art ist in weiten Teilen Europas verbreitet. Da sie zwei Generationen pro Jahr bildet, sind die Falter zweimal anzutreffen: Die erste Generation fliegt von Mai bis Juni, die zweite von Juli bis September.
Besonderheiten
Dank seiner zwei Jahresgenerationen ist der Ampferspanner über einen langen Zeitraum aktiv. Die Raupen der zweiten Generation überwintern als Halberwachsene und setzen ihre Entwicklung im Frühjahr fort. Als mögliche Verwechslungsart gilt der nahe verwandte Hainampfer-Spanner (Timandra griseata), der sehr ähnlich gezeichnet ist und sich nur durch geringe Merkmale wie die etwas intensivere Linienfärbung und die Flügelform unterscheidet – eine sichere Bestimmung erfordert genaue Betrachtung. Der Ampferspanner gilt in Deutschland derzeit nicht als gefährdet, kann jedoch durch Entwässerung und Intensivierung von Feuchtlebensräumen unter Druck geraten.