Erpelschwanz-Rauhfußspinner (Clostera cf. curtula)

Clostera curtula Raupen ernähren sich von Pappel und Weide

Name

Erpelschwanz-Rauhfußspinner (Clostera curtula)

Familie

Notodontidae (Zahnspinner)

Körpergröße

Spannweite 28–36 mm; Raupenlänge 30–35 mm

Merkmale

Die Raupe ist dunkelgrau bis schwärzlich gefärbt, mit roten oder orangefarbenen Flecken auf dem Rücken und auffälligen, hellen Haarbüscheln seitlich am Körper. Vor allem auf dem ersten und vierten Segment befinden sich markante, dunkle Haarpinsel. Der Erpelschwanz-Rauhfußspinner ist ein mittelgroßer Nachtfalter mit charakteristisch gezeichneten Vorderflügeln. Diese sind graubraun bis rotbraun gefärbt und zeigen markante, geschwungene Querlinien sowie einen auffälligen dunklen Mittelfleck. Die Hinterflügel sind einfarbig hellgrau. Der deutsche Name nimmt Bezug auf die typische Sitzhaltung des Falters, bei der das Hinterleibsende nach oben gebogen wird und an einen Entensschwanz erinnert.

Lebensraum

Die Art besiedelt ein breites Spektrum an Lebensräumen: Laubwälder und deren Ränder, Wiesen, Gärten sowie Heide-Biotope gehören ebenso dazu wie Auwälder und Feuchtgebiete, wo Pappeln und Weiden häufig vorkommen. Der Erpelschwanz-Rauhfußspinner ist in weiten Teilen Europas und des gemäßigten Asiens verbreitet. Die Art bildet zwei Generationen pro Jahr aus. Die erste Faltergeneration fliegt von April bis Juni, die zweite von Juli bis September. Beide Generationen sind dämmerungs- und nachtaktiv; die Falter werden regelmäßig von künstlichen Lichtquellen angezogen.

Besonderheiten

Clostera curtula überwintert als Puppe in einem festen, mit Haaren durchwebten Kokon, der oft zwischen Blättern oder in Rindenritzen versteckt ist. Die Raupen fressen bevorzugt an Pappel (Populus) und Weide (Salix), nehmen aber auch andere Laubhölzer an. Im Raupenstadium besteht eine gewisse Verwechslungsgefahr mit dem Kleinen Rauhfußspinner (Clostera pigra), der ebenfalls an Weiden lebt, jedoch kleiner ist und eine abweichende Flügelzeichnung zeigt. Die Falter selbst sind durch ihre charakteristische Sitzhaltung und das markante Flügelmuster gut zu erkennen. Insgesamt gilt die Art als nicht gefährdet und kommt in geeigneten Lebensräumen regelmäßig vor.