Braunwurz-Mönch (Shargacucullia scrophulariae)

Die Raupen vom Braunwurz-Mönch fressen an Braunwurz oder an Königskerze

Name

Braunwurz-Mönch (Shargacucullia scrophulariae)

Familie

Eulenfalter (Noctuidae)

Körpergröße

Falter Spannweite 42–50 mm; Raupenlänge bis ca. 45 mm

Merkmale

Die Raupe des Braunwurz-Mönchs ist hell gelblich-weiß bis cremeweiß gefärbt und trägt ein markantes Muster aus schwarzen Punkten und Flecken, die sich in Längsreihen über den Körper ziehen. Dazwischen finden sich leuchtend gelbe oder orangefarbene Zeichnungselemente. Der Falter selbst ist deutlich unscheinbarer: Seine Vorderflügel sind graubraun mit feiner Streifenzeichnung, was ihm eine gute Tarnung an Baumrinden verleiht. Der Hinterleib ist schlank, die Flügelspitzen wirken spitz zulaufend – typisch für Mönchs-Eulen der Gattung Shargacucullia.

Lebensraum

Der Braunwurz-Mönch besiedelt bevorzugt warme, trockene bis mäßig feuchte Standorte wie Wegränder, Böschungen, Ruderalflächen, lichte Wälder und Gärten – überall dort, wo seine Wirtspflanzen Braunwurz (Scrophularia) und Königskerze (Verbascum) wachsen. Die Raupen sind von Juni bis August anzutreffen und fressen bevorzugt an Knospen, Blüten und heranreifenden Früchten der Wirtspflanzen. Der nachtaktive Falter fliegt von April bis Juni und ist gelegentlich an Lichtquellen zu beobachten.

Besonderheiten

Die auffällig gemusterte Raupe des Braunwurz-Mönchs gilt als Warnfärbung gegenüber Fressfeinden – ein klassisches Beispiel für Aposematismus. Im Herbst wandert die ausgewachsene Raupe in den Boden, wo sie sich in einem festen Erdkokon verpuppt und als Puppe überwintert. Der Falter schlüpft erst im darauffolgenden Frühjahr. Als Verwechslungsart gilt der nahe verwandte Königskerzen-Mönch (Shargacucullia verbasci), dessen Raupe sehr ähnlich gezeichnet ist und ebenfalls an Königskerzen frisst – eine sichere Unterscheidung gelingt oft nur durch genaue Beobachtung von Fundort und Wirtspflanze oder anhand der Faltermerkmale.