Ampfer-Rindeneule (Acronicta rumicis)

Die Raupen der Ampfer-Rindeneule

Name

Ampfer-Rindeneule (Acronicta rumicis)

Familie

Eulenfalter (Noctuidae)

Körpergröße

Falter Spannweite 34–40 mm; Raupenlänge bis ca. 40 mm

Merkmale

Die ausgewachsene Raupe der Ampfer-Rindeneule ist auffällig gefärbt: Ihr Körper ist dunkel, fast schwarz, mit einer auffälligen Reihe orangeroter oder weißlicher Flecken entlang der Seiten und des Rückens. Charakteristisch sind zudem lange, büschelartig angeordnete schwarze Haare, die der Raupe ein zottiges Aussehen verleihen. Der Falter selbst zeigt eine graubraune Grundfärbung mit typischen Eulenfalter-Zeichnungen: Ring- und Nierenmakel sowie ein feines, wellig verlaufendes Querbandmuster auf den Vorderflügeln. Die Hinterflügel sind heller und weitgehend ungemustert.

Lebensraum

Die Ampfer-Rindeneule besiedelt ein breites Spektrum an Lebensräumen, darunter Waldränder, Hecken, Gärten, Ruderalflächen, Feuchtwiesen und Ufergehölze. Da die Raupe polyphag lebt, ist sie nicht auf bestimmte Biotope beschränkt und kommt überall dort vor, wo geeignete Futterpflanzen wie Ampfer, Brennnessel, Weide, Birke oder Brombeere wachsen. Die Raupen sind von Mai bis Oktober anzutreffen. Der Falter fliegt in der Regel in zwei Generationen von April bis Juni sowie von Juli bis August und ist nachtaktiv, wobei er vom Licht angezogen wird.

Besonderheiten

Ein bemerkenswerter Aspekt der Ampfer-Rindeneule ist ihre ausgeprägte Polyphagie: Die Raupe akzeptiert eine ungewöhnlich große Bandbreite an Futterpflanzen aus verschiedenen Pflanzenfamilien, was ihr eine hohe ökologische Flexibilität verleiht. Im Herbst verpuppen sich die Raupen und überwintern als Puppe im Boden oder unter Rinde. Die langen Körperhaare der Raupe können bei empfindlichen Personen Hautreizungen verursachen. Die Art ist in Mitteleuropa weit verbreitet und gilt derzeit als nicht gefährdet. Eine mögliche Verwechslung besteht mit Raupen anderer Acronicta-Arten, die ebenfalls auffällig behaart sind, sich jedoch in Zeichnung und Futterpflanzenspektrum unterscheiden.