Fichtenzapfenzünsler (Dioryctria abietella)

Fichtenzapfenzünsler Dioryctria abietella

Name

Fichtenzapfenzünsler (Dioryctria abietella)

Familie

Zünsler (Pyralidae)

Körpergröße

Flügelspannweite 27–33 mm

Merkmale

Der Fichtenzapfenzünsler ist ein mittelgroßer Zünsler mit einer Flügelspannweite von 27 bis 33 mm. Die Vorderflügel sind graubraun bis rotbraun gefärbt und zeigen ein charakteristisches Muster aus welligen Querlinien sowie hellen und dunklen Bändern. Auffällig sind zwei gezackte Querstreifen auf den Vorderflügeln, die von helllichen Wellenbändern begrenzt werden. Die Hinterflügel sind deutlich heller, fast einfarbig grauweißlich. Die Fühler sind fadenförmig. Insgesamt wirkt das Tier im Ruhezustand schmal und langgestreckt, da es die Flügel flach über dem Körper anlegt.

Lebensraum

Der Fichtenzapfenzünsler besiedelt vor allem Nadelwälder mit Fichten, Kiefern, Lärchen, Tannen und Douglasien, kommt aber auch in Zwergstrauchheiden und Parkanlagen vor. Die Art ist in weiten Teilen Europas und des gemäßigten Asiens verbreitet. Die Flugzeit der Imagines erstreckt sich von Juni bis September. Die Raupen leben versteckt in Zapfen oder Knospen ihrer Wirtspflanzen und überwintern in der Regel im Boden oder in Pflanzenresten.

Besonderheiten

Die Raupen des Fichtenzapfenzünslers fressen an Knospen, Trieben und besonders an den Samen verschiedener Koniferen, darunter Waldkiefer, Fichte, Lärche, Tanne und Douglasie. Durch diesen Befall können Zapfen deformiert werden und Samen ausfallen, was in Forstbaumschulen und bei der Saatguterzeugung zu wirtschaftlich relevanten Schäden führen kann. Die Art gilt daher in der Forstwirtschaft als gelegentlicher Schädling. Innerhalb der artenreichen Gattung Dioryctria gibt es mehrere ähnlich aussehende Arten, die eine sichere Bestimmung im Feld erschweren und teilweise eine genauere Untersuchung erfordern. Die Pheromonfallen-Methode wird gelegentlich zur Überwachung von Populationen in der Forstwirtschaft eingesetzt.