Saateule (Agrotis segetum)

Saateule Agrotis segetum Männchen

Name

Saateule (Agrotis segetum)

Familie

Eulenfalter (Noctuidae)

Körpergröße

Flügelspannweite 30–45 mm

Merkmale

Die Saateule ist ein mittelgroßer Eulenfalter mit einer Flügelspannweite von 30 bis 45 mm. Die Vorderflügel sind graubraun bis ockerfarbig und zeigen die für Agrotis-Arten typischen dunklen Makelzeichnungen: Ring-, Nierenmakel und Zapfenmakel sind erkennbar, wenn auch variabel ausgeprägt. Die Hinterflügel sind heller, fast weißlich mit leicht durchschimmernden Adern. Ein sicheres Merkmal zur Geschlechtsbestimmung sind die Fühler: Männchen besitzen auffällig bewimperte, also kammzähnige Fühler, während die Fühler der Weibchen fadenförmig sind. Die Raupen sind graubraun und werden als Erdeulen-Raupen bezeichnet, da sie sich tagsüber im Boden verbergen.

Lebensraum

Die Saateule besiedelt ein breites Spektrum an Lebensräumen. Sie ist an Waldrändern, auf Ruderalflächen, in Wiesen-Biotopen und in Gärten anzutreffen. Besonders häufig findet sie sich in der Nähe landwirtschaftlicher Flächen, da ihre Raupen Wurzeln und bodennahe Blätter verschiedener Kulturpflanzen wie Rüben, Kartoffeln und Getreide befallen. Die Flugzeit erstreckt sich von Mai bis September, wobei pro Jahr zwei Generationen ausgebildet werden. Die Falter sind nachtaktiv und werden regelmäßig an Lichtquellen angelockt.

Besonderheiten

Aufgrund des Fraßes der Raupen an Kulturpflanzen gilt die Saateule als wirtschaftlich bedeutsamer Schädling im Ackerbau. Die Raupen leben größtenteils unterirdisch und fressen Wurzeln, wodurch befallene Pflanzen welken und absterben können. Die Art kann mit verwandten Agrotis-Arten verwechselt werden, insbesondere mit der Ausrufezeichen-Eule (Agrotis exclamationis) und Agrotis clavis. Eine sichere Bestimmung erfordert oft die genaue Betrachtung der Flügelzeichnung oder eine Genitaluntersuchung. Die Saateule ist in Europa weit verbreitet und in Deutschland häufig.