Primel-Erdeule (Diarsia mendica)
Name
Primel-Erdeule (Diarsia mendica)
Familie
Eulenfalter (Noctuidae)
Körpergröße
Flügelspannweite 35–40 mm
Merkmale
Die Primel-Erdeule ist ein mittelgroßer Eulenfalter mit einer Flügelspannweite von 35 bis 40 mm. Die Färbung der Vorderflügel ist ausgesprochen variabel und reicht von verschiedenen Brauntönen über beige bis hin zu rötlichgelben Nuancen. Typisch für die Art sind ein geschwungenes Nierenmakel und ein Ringmakel auf den Vorderflügeln, die sich meist deutlich vom Untergrund abheben. Die Hinterflügel sind heller, meist graubraun gefärbt. Die Verwechslungsart Diarsia brunnea unterscheidet sich durch eine mehr oder weniger stark ausgeprägte violettbraune Tönung, die der Primel-Erdeule fehlt.
Lebensraum
Die Primel-Erdeule besiedelt strukturreiche, oft feuchte Lebensräume. Sie ist an Waldrändern, in Mooren, auf Feuchtwiesen sowie in Hecken-Biotopen anzutreffen. Die Art bevorzugt Standorte mit einem vielfältigen Angebot an krautigen Pflanzen und Sträuchern. Die Raupen ernähren sich polyphag an verschiedenen Pflanzen, darunter Ampfer, Brombeere, Heidekraut, Schlüsselblume und Heidelbeere. Die Flugzeit der Imagines erstreckt sich von Juni bis August, wobei die Falter vorwiegend nachtaktiv sind und künstliche Lichtquellen anfliegen.
Besonderheiten
Die Raupen der Primel-Erdeule leben bodennah und fressen zunächst an niederen Pflanzen, bevor sie sich in der Erde verpuppen. Die Art ist nachtaktiv und kommt regelmäßig an Lichtfallen. Aufgrund ihrer großen Farbvariabilität kann die Bestimmung im Feld schwierig sein, weshalb eine genaue Betrachtung der Makelzeichnung empfohlen wird. Die Art gilt in Mitteleuropa als weit verbreitet und ist nicht als gefährdet eingestuft, profitiert aber von naturnahen, strukturreichen Landschaften mit feuchten Elementen.