Gemüseeule (Lacanobia oleracea)

Gemüseeule Lacanobia oleracea

Name

Gemüseeule (Lacanobia oleracea)

Familie

Eulenfalter (Noctuidae)

Körpergröße

Flügelspannweite 35–40 mm

Merkmale

Die Gemüseeule ist ein mittelgroßer Eulenfalter mit einer Flügelspannweite von 35 bis 40 mm. Die Vorderflügel zeigen eine charakteristische rotbraune bis graubraune Grundfärbung mit einem markanten weißlichen oder gelblichen Nierenfleck und einem hellen Ringfleck, die beide deutlich vom dunkleren Untergrund abstechen. Zusätzlich sind feine, wellenförmige Querlinien auf den Vorderflügeln erkennbar. Die Hinterflügel sind heller, meist grauweißlich gefärbt. Die Raupe ist variabel in der Färbung – sie kann grün, braun oder grau erscheinen – und trägt helle Längsstreifen sowie charakteristische dunkle Flecken entlang des Körpers.

Lebensraum

Die Gemüseeule besiedelt ein breites Spektrum an Lebensräumen und ist vor allem in Gärten, Parkanlagen, auf Wiesen und auf landwirtschaftlich genutzten Flächen anzutreffen. Auch Ruderalflächen und Waldränder werden gelegentlich bewohnt. Die Art ist in weiten Teilen Europas und Asiens verbreitet. Die Flugzeit der Imagines erstreckt sich von Mai bis September, wobei in dieser Zeitspanne in der Regel zwei Generationen pro Jahr ausgebildet werden. Die erste Generation fliegt etwa von Mai bis Juli, die zweite von Juli bis September.

Besonderheiten

Die Raupen der Gemüseeule ernähren sich polyphag, also von einer Vielzahl verschiedener Pflanzenarten. Besonders bekannt ist die Art als gelegentlicher Schädling im Garten- und Gemüseanbau, da die Raupen Nutzpflanzen wie Kohl, Salat, Tomate und viele weitere Kulturen befallen können. Bei starkem Befall können erhebliche Fraßschäden entstehen. Die Überwinterung erfolgt als Puppe im Boden. Verwechslungsmöglichkeiten bestehen mit anderen Arten der Gattung Lacanobia, etwa der Erbseneule (Lacanobia suasa), die sich jedoch durch leicht abweichende Flügelzeichnung unterscheidet.