Laubholz-Graueulchen (Nola cf. aerugula)

Laubholz-Graueulchen (Nola cf. aerugula)

Name

Laubholz-Graueulchen (Nola aerugula)

Familie

Nolidae

Körpergröße

Spannweite 15–20 mm

Merkmale

Das Laubholz-Graueulchen ist ein kleiner Nachtfalter mit einer Flügelspannweite von 15 bis 20 mm. Die Vorderflügel zeigen ein charakteristisch grau-weißliches Muster mit dunkleren Querbinden und feinen Schuppenstrukturen, die der Art ein dezent gemustertes Erscheinungsbild verleihen. Die Hinterflügel sind heller und weitgehend einfarbig. Der Körperbau ist kompakt und gedrungen, wie für Vertreter der Familie Nolidae typisch. Im Ruhezustand werden die Flügel dachförmig über dem Hinterleib gefaltet.

Lebensraum

Die Art besiedelt bevorzugt feuchte bis wechselfeuchte Biotope wie Hochmoore, Übergangsmoore und Birken-Moorwälder sowie Heideflächen. Als charakteristische Gehölze dieser Lebensräume spielen Birke und Zitterpappel eine zentrale Rolle, da die Raupen sich bevorzugt an diesen Laubbäumen entwickeln. Die Flugzeit der Imagines erstreckt sich von Juli bis August.

Besonderheiten

Die Art ist auch unter dem Namen Birkenmoor-Kleinbärchen bekannt, was auf ihre enge Bindung an Moorbirken-Lebensräume hinweist. Eine häufige Verwechslungsgefahr besteht mit dem Nordseeküsten-Graueulchen (Nola holsatica), das ähnliche Flügelmuster aufweist und eine sorgfältige Genitaluntersuchung zur sicheren Bestimmung erfordern kann. Als Bewohner von Mooren und Heiden gilt die Art als Indikator für naturnahe, wenig gestörte Feuchtle­bensräume. Da Moore und Heiden in Mitteleuropa durch Entwässerung und Nutzungsintensivierung stark zurückgegangen sind, steht das Laubholz-Graueulchen unter dem Druck des Habitatverlusts. Die nachtaktiven Falter sind vor allem an Lichtquellen in der Nähe ihrer Lebensräume zu beobachten.