Seladoneule (Moma alpium)

Seladoneule Moma alpium

Name

Seladoneule (Moma alpium)

Familie

Eulenfalter (Noctuidae)

Körpergröße

Flügelspannweite 34–42 mm

Merkmale

Die Seladoneule gehört zu den auffälligsten heimischen Eulenfaltern. Ihre Vorderflügel zeigen eine charakteristische seladongrüne Grundfärbung – benannt nach der blassgrünen Glasurfarbe chinesischer Keramik – die durch weißliche und schwarze Querbinden sowie markante dunkle Nierenmakel strukturiert wird. Die Hinterflügel sind deutlich heller, meist cremeweiß bis hellgrau mit dezenter Zeichnung. Der Körper ist grünlich-weiß beschuppt. Die Raupen sind bunt gemustert mit roten und gelben Längsstreifen auf dunklem Grund und leicht zu verwechseln mit Raupen anderer Eulenarten.

Lebensraum

Die Seladoneule besiedelt strukturreiche Lebensräume wie Laubwälder, Mischwälder, Moorränder und Parkanlagen, bevorzugt dort, wo ihre Futterpflanzen reichlich vorhanden sind. Als Nahrungspflanzen der Raupen dienen verschiedene Laubbäume und -sträucher, darunter Hasel, Stieleiche, Pappel, Erle und Hainbuche. Die Flugzeit der Imagines erstreckt sich von Mai bis August, mit einem Schwerpunkt in den Sommermonaten Juni und Juli.

Besonderheiten

Die Art ist auch unter dem Namen Orioneule bekannt und fliegt als nachtaktiver Falter regelmäßig künstliche Lichtquellen an, was sie für Lichtfallenfänge gut nachweisbar macht. In der veralteten Roten Liste Niedersachsens wurde Moma alpium mit RL2 (stark gefährdet) eingestuft, was auf einen Rückgang geeigneter Waldlebensräume hinweist. Bundesweit gilt die Art als lokal verbreitet, aber nicht häufig. Eine Verwechslung ist am ehesten mit der Blaugrünen Moseuле möglich, die jedoch eine abweichende Flügelzeichnung aufweist. Die auffällige Grünfärbung der Seladoneule dient vermutlich der Tarnung auf bemoostem Untergrund.