Ruderwanze Sigara Subsigara fossarum

Sigara fossarum bevorzugt vegetationsreiche Gewässer

Name

Sigara (Subsigara) fossarum

Familie

Corixidae

Körpergröße

Körperlänge 5,8–6,7 mm

Merkmale

Sigara fossarum ist eine mittelgroße Ruderwanze mit dem für Corixidae typischen abgeflachten, bootsförmigen Körperbau. Die Oberseite zeigt eine gelblich-braune Grundfärbung mit feinen dunklen Querbändern und Musterungen auf dem Pronotum und den Hemielytren, was eine gute Tarnung im Pflanzendickicht des Lebensraums bietet. Die Hinterbeine sind als kräftige Ruderbeine ausgebildet und dicht behaart, was den namensgebenden Ruderschlag ermöglicht. Die Vorderbeine der Männchen tragen einen charakteristischen Pala, einen schaufelartigen Greifapparat, der bei der Paarung und der Stridulation eine Rolle spielt.

Lebensraum

Die Art besiedelt stehende und langsam fließende Gewässer, bevorzugt vegetationsreiche, oft alkalische Verhältnisse wie Gräben, Teiche, Weiher und flache Seen mit dichtem Unterwasserbewuchs. Auch anthropogen geprägte Sekundärgewässer wie Sandgruben und Abgrabungsgewässer werden regelmäßig besiedelt, wie ein Nachweis aus der Sandgrube bei Poggenhagen im August 2016 belegt. Adulte Tiere sind ganzjährig anzutreffen, mit einem Schwerpunkt der Aktivität von Frühjahr bis Herbst. Die Art ist in Mitteleuropa weit verbreitet und gilt als eine der häufigeren heimischen Ruderwanzen.

Besonderheiten

Sigara fossarum ist wie andere Corixiden in der Lage, Stridulationsgeräusche zu erzeugen. Dabei werden spezielle Borstenfelder an den Vorderfemora gegen eine strukturierte Fläche am Kopf gerieben. Die Tiere können aktiv fliegen und so neue Gewässer besiedeln, was zu ihrer weiten Verbreitung beiträgt. Zur Nahrung zählen vor allem Detritus, Algen und andere organische Partikel, womit die Art eine omnivore Ernährungsweise zeigt. Die Bestimmung innerhalb der artenreichen Gattung Sigara ist anspruchsvoll und erfordert oft die genaue Untersuchung mikroskopischer Merkmale, weshalb für sichere Determinierungen der Rat von Spezialisten hilfreich sein kann. Eine Verwechslung mit nah verwandten Arten der Untergattung Subsigara ist ohne Spezialkenntnisse leicht möglich.