Eichenhain-Wicklereulchen (Nycteola revayana)
Name
Eichenhain-Wicklereulchen (Nycteola revayana)
Familie
Nolidae
Körpergröße
Spannweite 20–26 mm
Merkmale
Das Eichenhain-Wicklereulchen ist ein kleiner Nachtfalter mit einer Flügelspannweite von 20 bis 26 mm. Die Art ist bekannt für ihre extreme Farbvariabilität – die Vorderflügel können von graugrün über bräunlich bis hin zu fast weißlich variieren, häufig mit feinen Querbinden und dunklen Zeichnungselementen. Die Grundfärbung dient vermutlich der Tarnung auf Baumrinden und Flechten. Die Hinterflügel sind meist heller und einfarbiger. Der Körperbau ist gedrungen, typisch für Vertreter der Familie Nolidae.
Lebensraum
Die Art besiedelt Laubwälder sowie alle sonstigen Lebensräume, in denen Eichen (Quercus) vorkommen, darunter Eichenmischwälder, Parklandschaften und Waldränder. Das Eichenhain-Wicklereulchen fliegt in zwei Generationen: Die erste Generation ist von Juni bis September aktiv, die zweite von Oktober bis Mai. Bemerkenswert ist, dass die Falter der zweiten Generation als fertige Imagines überwintern – eine unter Nachtfaltern eher seltene Strategie.
Besonderheiten
Die Raupen ernähren sich von den Blättern verschiedener Eichenarten und sind damit oligophag auf die Gattung Quercus spezialisiert. Die Überwinterung als Imago ist eine auffällige biologische Besonderheit, da die meisten heimischen Schmetterlinge als Ei, Raupe oder Puppe überwintern. Nycteola revayana ist in weiten Teilen Europas verbreitet und gilt derzeit nicht als gefährdet. Aufgrund der starken Farbvariabilität kann die Art leicht mit anderen Wicklereulchen-Arten verwechselt werden, weshalb eine genaue Bestimmung manchmal schwierig ist.