Eichenhain-Wicklereulchen (Nycteola revayana)
Name
Eichenhain-Wicklereulchen (Nycteola revayana)
Familie
Nolidae
Körpergröße
Spannweite 20–26 mm
Merkmale
Das Eichenhain-Wicklereulchen ist ein kleiner Nachtfalter mit einer Flügelspannweite von 20 bis 26 mm. Die Art ist bekannt für ihre extreme Farbvariabilität – die Vorderflügel können von graugrün über bräunlich bis hin zu fast weißlich variieren, häufig mit feinen Querbinden und dunklen Zeichnungselementen. Die Grundfärbung dient vermutlich der Tarnung auf Baumrinden und Flechten. Die Hinterflügel sind meist heller und einfarbiger. Der Körperbau ist gedrungen, typisch für Vertreter der Familie Nolidae.
Lebensraum
Die Art besiedelt Laubwälder sowie alle sonstigen Lebensräume, in denen Eichen (Quercus) vorkommen, darunter Eichenmischwälder, Parklandschaften und Waldränder. Das Eichenhain-Wicklereulchen tritt meist in zwei Generationen pro Jahr auf. Die Falter der Herbstgeneration überwintern als fertige Imagines und werden im Frühjahr wieder aktiv. Die Flugzeit erstreckt sich dadurch über einen langen Zeitraum vom Frühjahr bis in den Herbst.
Besonderheiten
Die Raupen ernähren sich von den Blättern verschiedener Eichenarten und sind damit auf die Gattung Quercus spezialisiert. Eine auffällige biologische Besonderheit ist die Überwinterung als fertiger Falter. Die erwachsenen Tiere suchen im Herbst geschützte Plätze auf und werden nach der Winterruhe im Frühjahr wieder aktiv. Nycteola revayana ist in weiten Teilen Europas verbreitet und gilt derzeit nicht als gefährdet. Aufgrund der starken Farbvariabilität kann die Art leicht mit anderen Wicklereulchen-Arten verwechselt werden, weshalb eine genaue Bestimmung manchmal schwierig ist.