Messingeule (Diachrysia chrysitis)
Name
Messingeule (Diachrysia chrysitis)
Familie
Eulenfalter (Noctuidae)
Körpergröße
Spannweite 28–44 mm
Merkmale
Die Messingeule ist ein auffälliger Eulenfalter mit charakteristisch glänzenden, messingfarben schimmernden Flügeln, die ihr den deutschen Namen geben. Die Vorderflügel zeigen ein markantes Muster aus goldgrünen und kupferfarbenen Metallic-Bereichen, die je nach Lichteinfall unterschiedlich schimmern. Zwischen diesen Glanzfeldern befindet sich ein matteres, braun-olivfarbenes Querband. Die Hinterflügel sind unauffällig graubraun gefärbt. Der Körper ist dicht beschuppt und besitzt auf dem Thorax einen auffälligen, hoch aufgerichteten Haarschopf. Die Raupen sind grün mit weißlichen Längslinien und leben polyphag an verschiedenen Kräutern wie Lungenkraut, Brennnessel, Löwenzahn und Minze.
Lebensraum
Die Messingeule besiedelt strukturreiche Lebensräume wie Hecken-Biotope, Waldränder, Waldlichtungen sowie den Siedlungsbereich mit Gärten und Ruderalfluren. Sie ist in weiten Teilen Europas und Asiens verbreitet. Die Flugzeit erstreckt sich von Mai bis September. Unter günstigen Bedingungen bringt der Falter zwei Generationen pro Jahr hervor, wobei die erste Generation im Frühsommer und die zweite im Spätsommer fliegt. Die Falter sind nachtaktiv und kommen regelmäßig ans Licht.
Besonderheiten
Die Messingeule steht in einem Komplex sehr ähnlicher Arten. Neben Diachrysia chrysitis wird insbesondere die nah verwandte Diachrysia stenochrysis als eigenständige Art geführt. Beide Taxa sind äußerlich sehr ähnlich und anhand der Flügelzeichnung teilweise nur schwer sicher zu unterscheiden; für eine zuverlässige Bestimmung können daher zusätzliche Untersuchungen, insbesondere genitalmorphologische oder molekulargenetische Verfahren, erforderlich sein. Die Art ist in Mitteleuropa weit verbreitet und gilt derzeit als nicht gefährdet. Das abgebildete Exemplar wurde im August 2014 beim Hohen Holz bei Wunstorf nachgewiesen.