Palpenmotte Chrysoesthia sexguttella
Name
Chrysoesthia sexguttella
Familie
Gelechiidae (Palpenmotten)
Körpergröße
Spannweite 8–10 mm
Merkmale
Chrysoesthia sexguttella ist ein sehr kleiner Falter aus der Familie der Gelechiidae. Die Vorderflügel sind dunkel purpur- bis graubraun gefärbt und tragen mehrere charakteristische gelbliche bis weißliche Flecken. Der wissenschaftliche Name nimmt auf die typische Fleckenzeichnung Bezug. Die Hinterflügel sind grau und schmal mit langen Fransen. Der Körperbau ist schlank und gestreckt, typisch für Palpenmotten. Die gut entwickelten Labialpalpen sind ein charakteristisches Merkmal der Familie.
Lebensraum
Die Art besiedelt offene und halboffene Lebensräume wie Ruderalflächen, Wegränder, Waldränder und Gärten – überall dort, wo ihre Futterpflanzen aus der Familie der Fuchsschwanzgewächse wachsen. Chrysoesthia sexguttella fliegt in zwei Generationen: die erste von Mai bis Juni, die zweite von August bis September. Die Raupen minieren in den Blättern von Melde-Gewächsen (Atriplex) und Gänsefuß-Arten (Chenopodium) und hinterlassen dabei charakteristische Platzmine-Gänge im Blattgewebe.
Besonderheiten
Die Larvalentwicklung als Blattminierer ist ein besonderes Merkmal dieser Art: Die Raupen fressen im Inneren des Blattes und sind so vor vielen Fressfeinden geschützt. Die Bindung an Atriplex und Chenopodium macht die Art indirekt von Ruderalstandorten und nährstoffreichen Böden abhängig, da diese Pflanzen typischerweise auf gestörten, stickstoffreichen Flächen gedeihen. Verwechslungen sind mit der nah verwandten Art Chrysoesthia drurella möglich, die ebenfalls an Chenopodiaceae lebt und ähnlich gezeichnet ist, jedoch ein etwas abweichendes Fleckenmuster aufweist. Über den Gefährdungsstatus liegen für Mitteleuropa keine einheitlichen Angaben vor; die Art gilt jedoch als weit verbreitet und in geeigneten Habitaten nicht selten.