Graubinden-Labkrautspanner (Epirrhoe alternata)

Graubinden-Labkrautspanner Epirrhoe alternata

Name

Graubinden-Labkrautspanner (Epirrhoe alternata)

Familie

Geometridae (Spanner)

Körpergröße

Flügelspannweite 28–34 mm

Merkmale

Der Graubinden-Labkrautspanner zeigt ein typisches Spanner-Muster auf den Vorderflügeln: charakteristische graubraune Querbinden auf hellgrauem bis weißlichem Untergrund wechseln sich ab und verleihen dem Falter sein namensgebendes gebändertes Erscheinungsbild. Die Hinterflügel sind heller und schwächer gemustert. Die Binden sind deutlich kontrastreich abgesetzt, wobei die Mittelbinde oft dunkler und breiter wirkt. Auf der Flügelunterseite ist das Muster ähnlich, jedoch blasser. Die Raupen sind grün bis bräunlich gefärbt und gut getarnt.

Lebensraum

Die Art besiedelt ein breites Spektrum halboffener Lebensräume: Parkanlagen, Gärten, Waldränder, Gebüschsäume und lichte Wälder zählen zu den bevorzugten Habitaten – überall dort, wo die Raupen-Nahrungspflanze Labkraut (Galium spec.) in ausreichender Menge vorkommt. Labkräuter gedeihen häufig an Wegrändern, auf Magerwiesen und in Heckenstreifen, weshalb der Falter auch dort regelmäßig anzutreffen ist. Die Flugzeit erstreckt sich von April bis September, in dieser Periode werden bis zu drei Generationen ausgebildet.

Besonderheiten

Der Graubinden-Labkrautspanner überwintert im Puppenstadium; die Falter der neuen Generation schlüpfen erst im darauffolgenden Frühjahr. Die Raupen ernähren sich ausschließlich von Labkraut-Arten (Galium spec.), was die Art an das Vorkommen dieser Pflanzen bindet. Epirrhoe alternata kann leicht mit dem Weißbinden-Labkrautspanner (Epirrhoe rivata) verwechselt werden, der ebenfalls an Labkraut lebt; bei Epirrhoe rivata wirken die hellen Binden kontrastreicher und weißlicher. Die Art ist in Mitteleuropa weit verbreitet und gilt als häufig; eine besondere Gefährdung besteht derzeit nicht. Aufgrund ihrer Bindung an Labkraut profitiert sie von extensiv gepflegten Gärten und naturnahen Grünanlagen.