Mönch (Panthea coenobita)
Name
Mönch (Panthea coenobita)
Familie
Eulenfalter (Noctuidae)
Körpergröße
Spannweite 41–48 mm
Merkmale
Der Mönch ist ein mittelgroßer Eulenfalter mit einer Spannweite von 41 bis 48 mm. Kopf und Thorax sind überwiegend weiß gefärbt und mit unregelmäßigen schwarzen Flecken versehen. Die Vorderflügel sind weißlich bis grau und zeigen ein charakteristisches Muster aus zahlreichen schwarzen Flecken und Linien. Die Hinterflügel sind grauer und ebenfalls dunkel gezeichnet. Der Körper ist kräftig behaart und kontrastreich gemustert. Die Raupen sind in jungen Stadien heller gefärbt und werden später schwarzbraun mit bräunlichen Längsstreifen. Auffällig sind die nach vorn gerichteten weißen Haarbüschel an Rücken und Seiten.
Lebensraum
Der Mönch ist ein typischer Bewohner von Nadelwäldern, insbesondere von Kiefern-, Fichten-, Lärchen- und Tannenwäldern in kollinen bis montanen Lagen. Die Art bevorzugt geschlossene, ältere Bestände, weshalb sie auch unter dem Namen Hochwald-Fichteneule bekannt ist. In Deutschland kommt sie unter anderem im Reinhardswald vor. Die Flugzeit der Imagines erstreckt sich von Mai bis August, mit einem Schwerpunkt in den Sommermonaten Juni und Juli.
Besonderheiten
Die Weibchen legen ihre Eier gezielt an die Nahrungspflanzen der Raupen, darunter Kiefer, Lärche, Fichte und Tanne. Die Überwinterung erfolgt im Puppenstadium, was für Eulenfalter nicht ungewöhnlich ist. Der volkstümliche Name Mönch spielt vermutlich auf das dezente, klosterartig wirkende Erscheinungsbild des Falters an. Synonyme Namen sind Klosterfrau und Hochwald-Fichteneule. Die Art gilt in Teilen Mitteleuropas als nicht häufig und ist an gut strukturierte, naturnahe Nadelwälder gebunden. Als Verwechslungsart kommt Panthea coenobita-nahe Arten der Gattung Panthea in Betracht, die jedoch in Mitteleuropa kaum vertreten sind.