Rotsilberne Langhornmotte (Cauchas rufimitrella)

Rotsilberne Langhornmotte Cauchas rufimitrella

Name

Rotsilberne Langhornmotte (Cauchas rufimitrella)

Familie

Adelidae (Langhornmotten)

Körpergröße

Flügelspannweite ca. 11 mm

Merkmale

Die Rotsilberne Langhornmotte ist eine kleinere Vertreter der Familie Adelidae und trägt ihren Namen zu Recht: Die Vorderflügel zeigen eine auffällige rotgoldene bis kupfrig-silbrige Schuppenfärbung mit metallischem Glanz, der im Licht besonders zur Geltung kommt. Wie für Langhornmotten typisch, besitzen die Männchen außergewöhnlich lange Fühler, die ein Vielfaches der Körperlänge erreichen können. Die Fühler der Weibchen sind merklich kürzer. Mit einer Flügelspannweite von etwa 11 mm zählt die Art zu den kleineren Vertretern ihrer Familie.

Lebensraum

Die Art besiedelt bevorzugt blütenreiche Wiesen sowie Waldränder und Säume, wo ihre Raupennahrungspflanzen in ausreichender Dichte vorkommen. Die Imagines fliegen von April bis Juni und sind tagsüber aktiv. Die Raupen leben von Juli bis Oktober an Knoblauchsrauke (Alliaria petiolata) und Wiesenschaumkraut (Cardamine pratensis), zwei typischen Pflanzen feuchter, halbschattiger Standorte.

Besonderheiten

Die Überwinterung erfolgt im Puppenstadium, aus dem die Falter erst im darauffolgenden Frühjahr schlüpfen. Die Imagines besuchen gerne Blüten zur Nektaraufnahme und sind oft in Gruppen anzutreffen, da Männchen bei Sonnenschein in charakteristischen Schwarmflügen um Büsche und Blütenstände tanzen. Eine Verwechslung ist mit anderen Arten der Gattung Cauchas möglich, etwa mit Cauchas fibulella, die ähnliche Habitate nutzt. Aufgrund des Rückgangs extensiv bewirtschafteter Wiesen ist der Lebensraum dieser Art vielerorts unter Druck, weshalb der Erhalt blütenreicher Wiesenbiotope für die Bestandssicherung wichtig ist.