Rosen-Federmotte (Cnaemidophorus rhododactyla)

Rosen-Federmotte (Cnaemidophorus rhododactyla)

Name

Rosen-Federmotte (Cnaemidophorus rhododactyla)

Familie

Federmotten (Pterophoridae)

Körpergröße

Flügelspannweite 18–26 mm

Merkmale

Die Rosen-Federmotte gehört zur Familie der Federmotten und trägt deren charakteristisches Merkmal: Die Flügel sind in schmale, federartige Zipfel gespalten, was der Art ein unverwechselbares, zierliches Aussehen verleiht. Die Grundfärbung der Vorderflügel ist ockerbraun bis rotbraun, mit hellen und dunkleren Zeichnungselementen. Cnaemidophorus rhododactyla gilt in Deutschland als charakteristisch gezeichnet und innerhalb der heimischen Federmotten als unverwechselbar. In Ruhestellung werden die gespaltenen Flügel T-förmig seitlich abgespreizt.

Lebensraum

Die Rosen-Federmotte besiedelt Hecken-Biotope, Waldränder und Siedlungsbereiche – überall dort, wo Rosengewächse als Raupennahrungspflanze vorkommen. Besonders Hundsrose (Rosa canina) und Bibernellrose (Rosa spinosissima) sowie weitere Wildrosenarten zählen zu den bevorzugten Nahrungspflanzen. Die Flugzeit der Imagines erstreckt sich von Juni bis August.

Besonderheiten

Die Raupen der Rosen-Federmotte zeigen ein auffälliges Fraßverhalten: Im frühen Stadium werden junge Blätter gefressen, später wechseln sie zu Blütenknospen und geöffneten Blüten. Damit können sie in dichten Wildrosenbeständen lokal spürbare Schäden an den Pflanzen verursachen. Federmotten überwinter meist als Ei oder junge Raupe. Die Art ist in Mitteleuropa weit verbreitet, gilt jedoch nicht als häufig. Da Wildrosenhecken als Lebensraum durch Flurbereinigung und intensive Landschaftspflege zunehmend unter Druck stehen, ist der Erhalt strukturreicher Heckenlandschaften auch für diese spezialisierte Kleinschmetterlingsart von Bedeutung.