Hainlaufkäfer (Carabus nemoralis)
Name
Hainlaufkäfer (Carabus nemoralis)
Familie
Laufkäfer (Carabidae)
Körpergröße
Körperlänge 20–26 mm
Merkmale
Der Hainlaufkäfer gehört zu den mittelgroßen heimischen Laufkäfern. Die Oberseite ist meist kupferbraun bis bronzefarben glänzend, seltener grünlich oder schwärzlich schimmernd. Die Flügeldecken zeigen ein charakteristisches Muster aus drei Reihen grübchenartiger Vertiefungen, die dem Tier eine skulpturierte, metallisch schimmernde Oberfläche verleihen. Wie alle Laufkäfer besitzt Carabus nemoralis kräftige Laufbeine und ausgeprägte Mundwerkzeuge. Die Flügel sind vollständig zurückgebildet, weshalb die Art flugunfähig ist und sich ausschließlich zu Fuß fortbewegt.
Lebensraum
Der Hainlaufkäfer ist ein ausgesprochen anpassungsfähiger Generalist und besiedelt eine Vielzahl von Lebensräumen. Er kommt in Laubwäldern, Hecken-Biotopen, Heiden sowie in Parks und Gärten vor. Bevorzugt werden feuchte bis mäßig trockene Standorte mit ausreichend Deckung durch Laubstreu, Totholz oder Steine. Die Aktivitätszeit erstreckt sich von März bis Oktober, wobei die Tiere vorwiegend nachtaktiv sind.
Besonderheiten
Imagines und Larven ernähren sich räuberisch von Insekten, Larven, Regenwürmern und Schnecken und leisten damit einen wertvollen Beitrag zur natürlichen Schädlingskontrolle, etwa im Gartenbau. Gelegentlich wird auch Fallobst angenommen. An heißen Sommertagen zieht sich die Art unter Totholz oder Steine zurück, um Überhitzung zu vermeiden. Der Hainlaufkäfer ist in Mitteleuropa noch weit verbreitet und gilt derzeit nicht als gefährdet. Verwechslungen sind mit anderen Carabus-Arten möglich, etwa dem Goldlaufkäfer (Carabus auratus), der jedoch eine deutlich grünlich-goldene Färbung aufweist.