Kopfkäfer (Broscus cephalotes)

Kopfkäfer Broscus cephalotes

Name

Kopfkäfer (Broscus cephalotes)

Familie

Carabidae (Laufkäfer)

Körpergröße

Körperlänge 17–25 mm

Merkmale

Der Kopfkäfer ist ein kräftig gebauter Laufkäfer mit auffällig großem, breitem Kopf – daher auch sein deutscher Name. Die Oberseite ist vollständig schwarz und leicht glänzend, die Flügeldecken zeigen eine fein gestreifte Skulptur. Die Beine sind robust und gut zum Graben geeignet. Insgesamt wirkt der Käfer gedrungen und massiv, was ihn von schlanker gebauten Laufkäferarten deutlich unterscheidet.

Lebensraum

Broscus cephalotes besiedelt bevorzugt offene, sandige Lebensräume wie Sandgruben, Dünen, Ruderalflächen, sandige Ackerflächen und Küstenstrände. Die Art ist in weiten Teilen Europas und Westasiens verbreitet. Die adulten Tiere sind von Mai bis September aktiv. Tagsüber halten sie sich in selbst gegrabenen, senkrechten Wohnröhren im Sand verborgen, die bis zu 30 cm tief sein können.

Besonderheiten

Der Kopfkäfer ist ein nachtaktiver Räuber, der vorwiegend Insekten und deren Larven erbeutet. Er ist auch unter den Namen Kopfläufer und Großkopf bekannt. Die Art gilt in Mitteleuropa als Bewohner wärmebegünstigter Sandstandorte und profitiert von offenen, vegetationsarmen Flächen. Werden die Wohnröhren gestört, zeigt der Käfer ein auffälliges Abwehrverhalten und kann beißen. Aufgrund des fortschreitenden Verlusts naturnaher Sandlebensräume steht Broscus cephalotes regional unter Druck und ist in manchen Bundesländern auf der Vorwarnliste geführt.