Traubenkirschen-Gespinstmotte (Yponomeuta evonymella)

Traubenkirschen-Gespinstmotte (Yponomeuta evonymella)

Name

Traubenkirschen-Gespinstmotte (Yponomeuta evonymella)

Familie

Ypsolophidae (Gespinstmotten)

Körpergröße

Flügelspannweite 17–25 mm

Merkmale

Die Traubenkirschen-Gespinstmotte ist ein kleiner Schmetterling mit einer Flügelspannweite von 17 bis 25 mm. Die Vorderflügel sind weiß und mit zahlreichen schwarzen Punkten übersät, die in unregelmäßigen Reihen angeordnet sind – ein typisches Merkmal der gesamten Gattung Yponomeuta. Die Hinterflügel sind einfarbig grau. Der Körper ist weißlich mit schwarzen Punkten auf dem Thorax. Die Raupen sind gelblich bis cremeweiß gefärbt und tragen schwarze Punktreihen auf dem Rücken; der Kopf ist schwarz.

Lebensraum

Die Art besiedelt bevorzugt Auwälder, Ufergehölze entlang von Bächen und Flüssen, Waldränder sowie Parkanlagen – überall dort, wo ihre Raupenfutterpflanze, die Traubenkirsche (Prunus padus), vorkommt. Die Falter fliegen von Juli bis August und sind damit typische Sommermotten der feuchten Tieflagen Mitteleuropas. Die Art ist in weiten Teilen Europas und Asiens verbreitet.

Besonderheiten

Das auffälligste Merkmal dieser Art ist das gesellige Verhalten der Raupen: Sie spinnen gemeinsam großflächige, dichte Gespinste, die ganze Äste und mitunter gesamte Bäume einhüllen. Innerhalb dieser schützenden Gespinste fressen sie das Laub der Traubenkirsche oft vollständig kahl. Obwohl dieser Kahlfraß spektakulär wirkt, erholen sich die Bäume in der Regel vollständig wieder. Nach der Verpuppung, die ebenfalls im Gespinst stattfindet, schlüpfen die Falter im Hochsommer. Verwechslungen sind mit anderen Arten der artenreichen Gattung Yponomeuta möglich, etwa der Pfaffenhütchen-Gespinstmotte (Yponomeuta cagnagella) oder der Apfel-Gespinstmotte (Yponomeuta malinellus), die sich jedoch durch ihre jeweilige Wirtspflanze und feine Punktmusterunterschiede unterscheiden lassen. Die Art gilt derzeit als nicht gefährdet.