Osterhasenfalter (Ypsolopha sequella)
Name
Osterhasenfalter (Ypsolopha sequella)
Familie
Ypsolophidae
Körpergröße
Spannweite 17–21 mm
Merkmale
Der Osterhasenfalter ist ein kleiner Schmetterling aus der Familie der Ypsolophidae. Die Vorderflügel sind cremeweiß bis gelblich-braun gefärbt und zeigen ein charakteristisches Muster aus dunkleren Flecken und Strichen. Besonders auffällig ist die Zeichnung der zusammengelegten Flügel in Ruhestellung: Von oben betrachtet erinnert das Muster an die Silhouette eines sitzenden Hasen – ein ungewöhnliches Erkennungsmerkmal, dem die Art auch ihren deutschen Namen verdankt. Die Flügel werden in Ruhe dachförmig über dem Körper zusammengelegt, wie es für viele Kleinschmetterlinge typisch ist.
Lebensraum
Der Osterhasenfalter besiedelt strukturreiche Lebensräume wie Parkanlagen, Waldränder, Hecken-Biotope und Gärten, überall dort, wo seine Raupenfutterpflanzen vorkommen. Die Raupen entwickeln sich ausschließlich an Ahornarten, vor allem an Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus), Feld-Ahorn (Acer campestre) und Spitz-Ahorn (Acer platanoides). Die Art ist daher in weiten Teilen Mitteleuropas verbreitet, da Ahorngehölze häufig in Siedlungsnähe angepflanzt werden. Die Flugzeit der Falter erstreckt sich von Juni bis August.
Besonderheiten
Die Raupen des Osterhasenfalters leben zunächst als Miniermaden in den Blättern ihrer Ahorn-Wirtspflanzen und wechseln später zu einer freilebenden Lebensweise. Die Art überwintert als Falter, was innerhalb der Kleinschmetterlinge nicht selbstverständlich ist. Wie viele Ypsolophidae ist der Osterhasenfalter nachtaktiv und wird häufig durch Lichtquellen angelockt. Verwechslungen sind mit einigen anderen Ypsolopha-Arten möglich, die ebenfalls an Laubgehölzen leben und ähnliche Flügelzeichnungen aufweisen. In Deutschland gilt die Art als weit verbreitet und ungefährdet.