Osterhasenfalter (Ypsolopha sequella)
Name
Osterhasenfalter (Ypsolopha sequella)
Familie
Ypsolophidae
Körpergröße
Spannweite 17–21 mm
Merkmale
Der Osterhasenfalter ist ein kleiner Schmetterling aus der Familie der Ypsolophidae. Die Vorderflügel sind cremeweiß bis gelblich-braun gefärbt und zeigen ein charakteristisches Muster aus dunkleren Flecken und Strichen. Besonders auffällig ist die Zeichnung der zusammengelegten Flügel in Ruhestellung: Von oben betrachtet erinnert das Muster an die Silhouette eines sitzenden Hasen – ein ungewöhnliches Erkennungsmerkmal, dem die Art auch ihren deutschen Namen verdankt. Die Flügel werden in Ruhe dachförmig über dem Körper zusammengelegt, wie es für viele Kleinschmetterlinge typisch ist.
Lebensraum
Der Osterhasenfalter besiedelt strukturreiche Lebensräume wie Parkanlagen, Waldränder, Hecken-Biotope und Gärten, überall dort, wo seine Raupenfutterpflanzen vorkommen. Die Raupen entwickeln sich vor allem an Ahornarten, insbesondere an Feld-Ahorn (Acer campestre) und Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus). Auch Spitz-Ahorn (Acer platanoides) wird als Futterpflanze genannt. Die Art kommt in weiten Teilen Mittel- und Nordeuropas vor und kann auch in Siedlungsnähe auftreten, wo Ahorngehölze angepflanzt wurden. Die Flugzeit der Falter erstreckt sich vor allem von Juli bis Oktober.
Besonderheiten
Die Raupen des Osterhasenfalters leben in einem lockeren Gespinst auf den Blättern ihrer Ahorn-Wirtspflanzen und ernähren sich vom Blattgewebe. Die Art überwintert im Eistadium an den Zweigen der Wirtspflanzen. Im folgenden Frühjahr schlüpfen die jungen Raupen und entwickeln sich an den Blättern. Wie viele Ypsolophidae sind die Falter nachtaktiv und werden häufig durch Lichtquellen angelockt. Verwechslungen sind mit einigen anderen Ypsolopha-Arten möglich, die ebenfalls an Laubgehölzen leben und ähnliche Flügelzeichnungen aufweisen. Das charakteristische „Osterhasenmuster“ ist insbesondere bei zusammengelegten Flügeln sichtbar.