Apfelbaum-Spreizflügelfalter (Choreutis pariana)

Apfelbaum-Spreizflügelfalter Choreutis pariana

Name

Apfelbaum-Spreizflügelfalter (Choreutis pariana)

Familie

Choreutidae (Spreizflügelfalter)

Körpergröße

Flügelspannweite 11–15 mm

Merkmale

Der Apfelbaum-Spreizflügelfalter ist ein kleiner Falter mit einer Flügelspannweite von 11 bis 15 mm. Die Vorderflügel zeigen ein charakteristisches Muster aus hell- und dunkelbraunen Zeichnungselementen, das dem Falter ein kontrastreiches Erscheinungsbild verleiht. Die Flügeloberfläche kann frisch einen kupfer- bis rötlichbraunen Schimmer zeigen. Namensgebend für die gesamte Familie ist die typische Haltung der Tiere in Ruheposition: Die Flügel werden seitlich gespreizt und leicht nach oben gewölbt abgehalten, was die Art von vielen anderen Kleinschmetterlingen deutlich unterscheidet. Die Fühler sind fadenförmig.

Lebensraum

Die Art besiedelt Waldränder, Streuobstwiesen und Gärten – überall dort, wo ihre Hauptfutterpflanze, der Kulturapfel (Malus domestica), vorkommt. Seltener werden auch Süßkirschen (Prunus avium) als Larvalhabitat genutzt. Der Apfelbaum-Spreizflügelfalter ist in weiten Teilen Europas und Asiens verbreitet und gilt als häufige Art in obstbaumreichen Kulturlandschaften. Die Flugzeit erstreckt sich von Mai bis September, wobei zwei Generationen pro Jahr ausgebildet werden.

Besonderheiten

Die Raupen des Apfelbaum-Spreizflügelfalters leben unter einem feinen Gespinst auf der Blattoberseite ihrer Futterpflanzen und fressen dort das Blattparenchym. Dabei lassen sie die Blattadern und die untere Blatthaut weitgehend stehen, wodurch die charakteristische „Skelettierung“ der Blätter entsteht. Bei stärkerem Befall kann die Art an Apfelbäumen als Schädling in Erscheinung treten. Die Verpuppung erfolgt in einem weißlichen Gespinst. Durch das zweigenerationige Auftreten ist die Art in geeigneten Regionen über einen längeren Zeitraum präsent. In alten Obstgärten und auf Streuobstwiesen zählt sie zu den typischen Lebensräumen der Art.