Mausgrauer Sandschnellkäfer (Agrypnus murinus)
Name
Mausgrauer Sandschnellkäfer (Agrypnus murinus)
Familie
Schnellkäfer (Elateridae)
Körpergröße
Körperlänge 13–17 mm
Merkmale
Der Mausgraue Sandschnellkäfer ist ein mittelgroßer Schnellkäfer mit einem charakteristisch gestreckten, flachen Körperbau, der für die Familie der Elateridae typisch ist. Die Oberseite ist dicht mit grau-braunen, mausgrauen Schuppen und Härchen bedeckt, die dem Tier seinen deutschen Namen verleihen. Die Flügeldecken zeigen eine feine Längsriefung. Wie alle Schnellkäfer besitzt Agrypnus murinus den namensgebenden Schnellmechanismus: Ein Fortsatz des Prosternums rastet in eine Grube des Mesosternums ein und ermöglicht es dem auf dem Rücken liegenden Käfer, sich mit einem hörbaren Klicklaut in die Luft zu katapultieren.
Lebensraum
Der Mausgraue Sandschnellkäfer besiedelt ein breites Spektrum an Lebensräumen und ist von April bis August aktiv. Man begegnet ihm auf Lichtungen, an Waldrändern, in Hecken-Biotopen und auf Wiesen. Die Art bevorzugt dabei Standorte mit lockerem, sandigem bis lehmigem Boden, da die Larven im Erdboden leben. Sie kommen sowohl in der Ebene als auch in mittleren Höhenlagen vor und sind in ganz Mitteleuropa weit verbreitet.
Besonderheiten
Die Larven des Mausgrauen Sandschnellkäfers sind als Drahtwürmer bekannt – ein Begriff, der auf ihre langgestreckte, zähe und drahtartig feste Körperform hinweist. Sie ernähren sich im Boden von Insektenlarven, Regenwürmern und Pflanzenwurzeln und durchlaufen eine mehrjährige Entwicklung, bevor sie sich verpuppen. In der Landwirtschaft gelten Drahtwürmer mancher Schnellkäferarten als Schädlinge, da sie Wurzeln von Nutzpflanzen schädigen können. Agrypnus murinus selbst gilt derzeit als häufig und nicht gefährdet. Verwechslungen sind mit anderen grau beschuppten Elateriden möglich, etwa mit Arten der Gattung Athous.