Lederlaufkäfer (Carabus coriaceus)

Lederlaufkäfer Carabus coriaceus

Name

Lederlaufkäfer (Carabus coriaceus)

Familie

Laufkäfer (Carabidae)

Körpergröße

Körperlänge bis 40 mm

Merkmale

Der Lederlaufkäfer ist einer der größten heimischen Laufkäfer und durch seine schiere Körpergröße kaum zu verwechseln. Die Oberseite ist tiefschwarz und matt, die Flügeldecken zeigen eine fein gekörnelte, lederartige Struktur – daher der treffende deutsche Name. Die Flügeldecken sind miteinander verwachsen, weshalb der Käfer flugunfähig ist. Die Beine sind lang und kräftig, ideal für die jagdaktive Lebensweise auf dem Boden. Männchen sind in der Regel etwas schlanker als Weibchen.

Lebensraum

Der Lederlaufkäfer bevorzugt feuchte Laubwälder mit reichlich Totholz, Hecken-Biotope sowie naturnahe Gärten. Er benötigt lockere, feuchte Böden, in denen er sich tagsüber unter Steinen, Moos oder Totholz verbirgt. Die Art ist von April bis Oktober aktiv und damit über einen langen Zeitraum anzutreffen. Besonders in sommerwarmen Nächten ist die Aktivität am höchsten.

Besonderheiten

Als nachtaktiver Räuber jagt der Lederlaufkäfer auf dem Waldboden Regenwürmer, Schnecken, Aas und andere Insekten. Schnecken gehören zu seiner wichtigen Beute. Trotz seiner Flugunfähigkeit ist die Art in geeigneten Lebensräumen weit verbreitet. Die Larven leben ebenfalls räuberisch im Boden und ernähren sich von verschiedenen Wirbellosen. Natürliche Feinde sind unter anderem verschiedene Wirbeltiere. Wegen seiner Größe und markanten Erscheinung gilt der Lederlaufkäfer als auffällige Begegnungsart bei Nachtexkursionen.